ALTERNATIVEN BEI BLASENSCHWÄCHE
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Bei Blasenschwäche und Inkontinenzbeschwerden ist eine ärztliche Untersuchung der erste Schritt, den Sie gehen sollten. Bis auf sehr wenige Ausnahmen, ist konsequentes Beckenbodentraining die wichtigste Maßnahme, die Sie ergreifen können, um Ihren Zustand zu verbessern.
Doch daneben gibt es noch eine Vielzahl an alternativen Therapien, die Sie zusätzlich anwenden können, um Ihren Körper zu unterstützen. Da es weder für Naturheilmittel noch für alternative Heilmethoden ausreichende Studien gibt, wird diesen Therapien oftmals nur ein Placebo-Effekt zugeschrieben. Aber der Mensch ist ein komplexes Wesen und niemand kann wirklich erklären, wie Heilung eigentlich passiert.
Neben der rein körperlichen Ebene gibt es die seelisch-geistige Ebene, es gibt Energiebahnen (Meridiane/Nadis) und Chakras (es gibt einen extra Blogartikel dazu), es gibt die heilsame Wirkung von Berührung, die Verbundenheit zu Gott oder dem Universum (Gebete/ Affirmationen), Atemtechniken, um Prana (Lebensenergie) zu aktivieren und viele weitere Therapien und verbannte alte Hausmittel, die hier leider nicht genannt werden dürfen, obwohl abertausende Menschen die Wirksamkeiten über Jahrzehnte hinweg bestätigen.
Probieren Sie aus, was Sie anspricht oder was Ihnen zur Verfügung steht. Nicht jeder Körper reagiert gleich auf eine bestimmte Behandlung/ Therapie/Methode. Beobachten Sie Ihren Körper und halten Sie Ihre Maßnahmen und Fortschritte in einem Tagebuch fest (mehr dazu im Kurs Wahrnehmung „Der Schatz im Becken“). Die hier vorgestellten Methoden sind nur eine kleine Auswahl an zusätzlichen Schritten, die Sie gehen könnten und ersetzen natürlich keine medizinische Beratung und stellen keine Heilversprechen dar.
Bleiben Sie neugierig und offen und verfahren Sie nach dem Motto:
Wer suchet, der findet!
Reflexzonentherapie am Fuß
Die Fußreflexzonenmassage (FRZM) ist eine sanfte, ganzheitliche Methode, bei der bestimmte Bereiche des Fußes stimuliert werden, die mit Organen und Körperfunktionen verbunden sind. Ziel ist es, das körperliche Gleichgewicht zu fördern, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren und das Wohlbefinden zu steigern. Sie wird sowohl im Wellnessbereich als auch in therapeutischen Kontexten genutzt.
Die Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) erweitert diese Methode: Sie betrachtet den gesamten Organismus, verbessert gestörte Organ- und Gewebefunktionen und kann sowohl eigenständig als auch ergänzend zu anderen Therapien eingesetzt werden, zum Beispiel bei Beckenbodendysfunktionen.
Der Fuß als Spiegel des Körpers
Die zentrale Idee der Fußreflexzonenmassage ist, dass der Fuß den gesamten Körper widerspiegelt. Verschiedene Bereiche des Fußes entsprechen bestimmten Körperregionen:
- Zehen: Kopf und Gehirn
- Fußballen: Herz und Lunge
- Fußmitte: Bauchorgane
- Innenkante: Wirbelsäule
Ferse & Innenknöchel: Becken und unterer Rücken
Durch gezielte Massage oder Druck auf diese Zonen des Fußes kann der Körper in seinem Gleichgewicht unterstützt werden.
Massieren Sie Ihren Fuß unterhalb des Innenknöchels, um Ihren Genital-Organen etwas Gutes zu tun.
Historischer Hintergrund
Schon seit Jahrhunderten nutzten Kulturen weltweit die Stimulierung bestimmter Fußpunkte zur Förderung der Gesundheit – von den Ureinwohnern Nord- und Mittelamerikas bis zu östlichen Heiltraditionen.
Im frühen 20. Jahrhundert systematisierte der US-Arzt Dr. William Fitzgerald dieses Wissen in einem Raster, das den Menschen in 10 vertikale Zonen einteilte und diese auf den Fuß übertrug. Später entwickelte Eunice Ingham detaillierte Fußkarten, die international Verbreitung fanden.
Die deutsche Therapeutin Hanne Marquardt übertrug diese Prinzipien auf den Fuß, entwickelte die standardisierte Reflexzonentherapie am Fuß (RZF) und gründete eine Ausbildungsstätte, in der medizinisches Fachpersonal systematisch geschult wird. Seit 1967 werden dort Fortbildungen für Ärzte, Heilpraktiker und Physiotherapeuten
RZF bei Beckenbodenschwäche
Die RZF kann gezielt den Beckenboden unterstützen. Die Behandlung konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:
• Verbesserung der Körperhaltung
• Normalisierung der Atmung
• Regulierung der Muskelspannung (Tonus)
• Durchblutungsförderung
• Abbau von Stauungen
Dabei werden Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Körpersystemen berücksichtigt: Meridiane, Organuhr, Narben, Zähne, embryologische Zusammenhänge und Formähnlichkeiten fließen in die Therapie ein.
Die sieben therapeutischen Zonen
1. Wirbelsäule, Bauch- und Rückenmuskulatur
Eine aufrechte Haltung entlastet den Beckenboden und sorgt für eine optimale Stabilisierung der inneren Organe. Bauch- und Rückenmuskulatur müssen harmonisch zusammenarbeiten.
2. Beckenbänder
Verspannungen führen zu Fehlstellungen und falscher Kraftübertragung auf Beckenmuskeln.
3. Diaphragma / Atmung
Die Atmung ist ein maßgebender Parameter in der Beckenbodentherapie. Bei der RZF wird das Zusammenspiel der drei Diaphragmen in den Blickwinkel gerückt:
Die Therapie fokussiert auf drei Bereiche:
- Diaphragma cervicale (Mund- und Rachenraum)
Verbindung über Nerven und Dura mater (Stützstruktur für das zentrale Nervensystem) zum Becken
Mundraum und Beckenraum sind reflektorisch eng miteinander verbunden (durch embryologische Entwicklungsgeschichte)
Zu viel Spannung am Beckenboden lässt gebremste Schwingungen der Stimmbänder entstehen; als Folge entsteht Heiserkeit
- Diaphragma thoracale (Zwerchfell)
Versorgung der Bauch- und Beckenorgane. Auch der Zwerchfell-Muskel kann verspannen und die Atmung beeinflussen
- Diaphragma pelvis (Beckenboden)
fungiert wie ein „Trampolin“. Der Beckenboden hebt und senkt sich elastisch mit jedem Atemzug. Steht der BB jedoch unter zu viel Spannung, kann das einen Einfluss auf das Zwerchfell haben (Atemdysbalancen)
Schließmuskelsysteme
Mund, Mageneingang, Magenausgang und Anus stehen in reflektorischer Verbindung und werden therapeutisch genutzt.
Darm
Patienten mit Beckenbodendysfunktion haben oft Verdauungsprobleme. Die RZF kann die Darmaktivität und Durchblutung fördern.
Lymphe
Funktionsstörungen eines Organs führen zu Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe. Die Therapie hilft, diese Stauungen zu lösen.
Herz- und Atmungssystem
Die Atmung wird als zentraler Faktor betrachtet. Über Fußpunkte werden Herz und Lunge aktiviert, um Vitalität und Atemdynamik zu steigern.
Weitere therapeutische Ansätze
• Formenähnlichkeit: Strukturen im Körper beeinflussen sich gegenseitig (z. B. Kiefer ↔ Hüfte, Stimmbänder ↔ Beckenboden).
• Organzusammenhänge: Herz, Lunge, Magen, Niere, Blase und andere Organe stehen über Reflexpunkte und das Zwerchfell in Verbindung.
• Meridiane und Narben: Nieren- und Blasenmeridiane können über den Fuß stimuliert werden; Narben werden gezielt behandelt, um den Energiefluss zu normalisieren.
• Zahnzonen: Ober- und Unterkiefer-Zähne stehen mit dem Urogenitalsystem in Verbindung.
• Handzonen: Unterstützen die Fußbehandlung und können als Hausaufgabe für den Patienten eingesetzt werden.
Die Fußreflexzonenmassage und die Reflexzonentherapie am Fuß sind umfassende, sanfte Methoden, die auf Organe, Muskeln, Gewebe und die Wahrnehmung wirken. Sie können Wohlbefinden steigern, Selbstheilungskräfte aktivieren und die Körperbalance fördern.
Die Beschreibungen oben zeigen deutlich auf, wie alles miteinander verbunden ist und sich gegenseitig beeinflussen kann. Es erklärt gut, wie man ein komplett anderes Körperteil (hier der Fuß) behandeln kann und damit ein entferntes inneres Organ ansprechen kann. Mit therapeutischer Erfahrung und wissenschaftlich belegten Effekten ist RZF eine wertvolle Ergänzung im ganzheitlichen Gesundheitsmanagement.
Akupunktur

Akupunktur ist ein Verfahren, bei dem feine Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers – den sogenannten Akupunkturpunkten – platziert werden. Ziel ist es, den Energiefluss zu regulieren und die körpereigenen Heilungsprozesse zu aktivieren.
Es gibt verschiedene Formen der Akupunktur:
• Traditionelle chinesische Akupunktur (TCA): Fokus auf das Gleichgewicht von Yin und Yang sowie den Energiefluss in den Meridianen.
• Elektroakupunktur: Nadeln werden leicht elektrisiert, um die Reizwirkung zu verstärken.
• Ohrakupunktur (Auriculotherapie): Akupunkturpunkte auf der Ohrmuschel werden stimuliert, da sie bestimmten Körperregionen entsprechen sollen.
Qi & Meridiane
Zentrale Begriffe der TCM sind Qi und Meridiane:
• Qi: Übersetzt als „Lebensenergie“, bezeichnet die dynamische Kraft, die Körper und Geist durchströmt. Ein ausgewogener Qi-Fluss gilt als entscheidend für Gesundheit.
• Meridiane: Das sind Kanäle oder Leitbahnen, durch die das Qi fließt. Es gibt 12 Hauptmeridiane (z. B. Lunge, Leber, Niere, Blase), die jeweils mit Organen und Körperfunktionen verbunden sind.
Akupunkturpunkte liegen entlang dieser Meridiane. Durch die Nadelstimulation sollen Blockaden im Qi-Fluss aufgelöst und das Gleichgewicht im Körper wiederhergestellt werden.
Herkunft und Geschichte
Die Wurzeln der Akupunktur liegen in China, vermutlich vor über 2000–2500 Jahren. Erste schriftliche Erwähnungen finden sich im „Huangdi Neijing“ („Der Gelbe Kaiser – Inneres Buch“).
Im Laufe der Jahrhunderte verbreitete sich die Methode in andere asiatische Länder und gelangte im 17. Jahrhundert nach Europa. In der modernen westlichen Medizin wird Akupunktur seit dem 20. Jahrhundert zunehmend erforscht und in klinischen Kontexten eingesetzt.
Aus westlicher Sicht betrachtet, stimuliert die Akupunktur Nerven, Muskeln und Bindegewebe, wodurch Schmerzen gelindert, Durchblutung gefördert und die Funktion von Organen indirekt beeinflusst werden kann.
Aus östlicher Sicht geht es eher um den energetischen Fluss der Lebensenergie.
Funktionsprinzip der Akupunktur
Die TCM erklärt Beschwerden als Ungleichgewicht des Qi in den Meridianen. Akupunktur wirkt durch:
1. Nervenstimulation: Aktivierung sensorischer Nerven, die Signale an Rückenmark und Gehirn senden.
2. Freisetzung von Neurotransmittern: Endorphine und andere Botenstoffe lindern Schmerzen und beeinflussen Muskelaktivität.
3. Durchblutungsförderung und Gewebereaktion: Lokale Mikrozirkulation wird verbessert, Entzündungsprozesse können moduliert werden.
4. Regulation des autonomen Nervensystems: Steuerung vegetativer Funktionen wie Blase und Darm.
Akupunktur bei Inkontinenz
Die drei Haupttypen von Blasenschwäche:
1. Belastungsinkontinenz: Harnverlust bei körperlicher Anstrengung (z. B. Husten, Niesen). Beckenbodenschwäche ist eine häufige Ursache für Belastungsinkontinenz, besonders nach Schwangerschaft, Geburt oder im Alter.
2. Dranginkontinenz: Plötzlicher Harndrang mit unkontrolliertem Harnverlust.
3. Mischformen: Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz.
Wie kann Akupunktur helfen?
• Muskeln des Beckenbodens stimulieren
• Nervensteuerung der Blase regulieren
• Blasenkapazität erhöhen und Drangempfindungen reduzieren
Behandlungen finden meist 1–2 Mal pro Woche über mehrere Wochen statt und können gut mit Beckenbodentraining kombiniert werden
Besonders bei älteren Frauen oder postpartaler Beckenbodenschwäche zeigen Studien positive Effekte, vor allem in Kombination mit Becken-bodentraining.
Yoga
Yoga ist eine umfassende Praxis für Körper, Geist und Atem, die seit Jahrtausenden praktiziert wird. Während es viele Stilrichtungen gibt – von Hatha und Vinyasa über Yin bis Kundalini Yoga – liegt der Fokus bei allen darauf, Körperkraft, Flexibilität, Balance und mentale Stabilität zu fördern. Die verschiedenen Yoga-Stile unterscheiden sich erheblich voneinander und wenn Ihnen eine Unterrichtsstunde nicht zusagt, dann versuchen Sie doch eine andere Stilrichtung, statt zu denken „Yoga ist nichts für mich“.
In einer schwierigen Lebensphase könnte
Yoga durchaus helfen neuen
Lebensmut und innere Balance zu finden.
Yoga verfolgt mehrere zentrale Ziele:
1. Körperliche Gesundheit:
Förderung von Flexibilität, Kraft, Gleichgewicht und Koordination.
Stärkung des Rumpf-Bereichs, insbesondere von Bauch- und Beckenbodenmuskulatur. Bestimmte Haltungen wie Brücke, Hüftöffner, Katzen-Kuh-Bewegungen, Kobra und bestimmte Sitzhaltungen stimulieren gezielt Beckenbodenmuskeln.
2. Atem und Energiefluss:
Atemtechniken (Pranayama) regulieren Sauerstoffversorgung und Kreislauf. Laut Yogi Bhajan ist der Atem in Kundalini Yoga auch ein Mittel, innere Energie (Prana/Kundalini) zu aktivieren, was die Muskel- und Organfunktion unterstützt.
3. Mentale Regulation:
Meditation und Mantras fördern Stressabbau, Konzentration und emotionale Stabilität. Diese mentale Kontrolle kann auch körperliche Reflexe, z. B. die Blasenkontrolle, indirekt beeinflussen.
Die wissenschaftliche Evidenz zu Yoga bei Inkontinenz und Beckenbodenschwäche ist begrenzt, zeigt aber positive Effekte, besonders postpartal oder bei Stressinkontinenz. Yoga kann ergänzend zu klassischem Beckenbodentraining eingesetzt werden und bietet gleichzeitig mentale Entlastung. In einer guten Yogastunde sollte eine Meditation vorkommen und nicht nur auf der rein körperlichen Ebene gearbeitet werden.
Wenn Sie das Haus nicht verlassen können oder wollen, oder es keine entsprechenden Angebote in Ihrer Gegend gibt, dann üben Sie online. Schauen Sie, ob Sie (kostenlose) Angebote im Internet finden und fangen Sie an. Bei regelmäßigem Üben werden Sie schon bald feststellen, dass Sie beweglicher, schmerzfreier und hoffnungsvoller werden. Allerdings ist eine „offline“ Teilnahme in einer Gruppe und einer ausgebildeten Yogalehrerin immer einer virtuellen Teilnahme vorzuziehen.
Probieren Sie Yoga einfach aus!
Meditation
Immer mehr Menschen entdecken Meditation als Werkzeug, um Ruhe, Klarheit und Wohlbefinden in den Alltag zu bringen. Doch viele haben Vorbehalte: „Das ist nur etwas für Esoteriker“ oder „Ich kann das nicht“. Dabei ist Meditation praktisch, wissenschaftlich fundiert und für jeden geeignet – unabhängig von Religion oder spirituellen Überzeugungen
Herkunft und Geschichte
Meditation ist eine Praxis, die tausende Jahre alt ist. Sie entstand vor allem in östlichen Traditionen wie Hinduismus, Buddhismus und Taoismus, wurde aber auch in westlichen mystischen Strömungen praktiziert. Ursprünglich diente Meditation nicht nur der Entspannung, sondern auch der spirituellen Entwicklung.
Heute kann Meditation völlig säkular und wissenschaftlich fundiert praktiziert werden. Sie erfordert keine religiösen Rituale, keine Gebete, keine Anbetung eines Gottes und keine besonderen Glaubensüberzeugungen.
Die Wirkung von Meditation
Meditation wird oft missverstanden. Sie ist:
• Keine Religion, kein Gebet und keine Anbetung
• Keine Affirmation, auch wenn manchmal Mantras verwendet werden (das Rezitieren von bestimmten Wörtern)
• Keine Technik, um den Geist zu beeinflussen oder zu kontrollieren
• Keine Leistungs- oder Konkurrenzübung
Eine regelmäßige Praxis kann:
• Stress und Angst reduzieren
• die Konzentrationsfähigkeit steigern
• das emotionale Wohlbefinden fördern
• einen positiven Einfluss auf Schlaf, Blutdruck und Schmerzempfinden haben
Schon wenige Minuten täglich können spürbare Effekte zeigen und helfen, auch im hektischen Alltag Ruhe und Klarheit zu bewahren.
Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation
Die wichtigsten, die sich auch im Westen verbreitet haben, sind:
1. Achtsamkeitsmeditation (Mindfulness)
Fokus auf Atem, Körperempfindungen oder Gedanken, ohne zu bewerten. Wissenschaftlich erforscht, wirksam gegen Stress und Angst.
2. Konzentrationsmeditation
Die Aufmerksamkeit wird auf ein Objekt (z.B. eine Kerze oder ein Bild), einen Ton (z.B. der OM-Klang) oder ein Mantra )z.B. „Ruhe“ oder „Atmen“) gerichtet.
3. Bewegungsmeditation
Sanfte Bewegungsabläufe, z.B. Yoga, Qigong oder Gehmeditation.
4. Metta- oder Liebende-Güte-Meditation
Förderung von positiven Gefühlen für sich selbst und andere.
5. Geführte Meditation
Schritt-für-Schritt-Anleitung über Audio oder Video, ideal für Anfänger.
Achtsamkeitsmeditation nach
Jon Kabat-Zinn
Eine der im Westen am weitesten verbreiteten Formen der Meditation ist die Achtsamkeitsmeditation, oft auch als Mindfulness bezeichnet. Sie stammt ursprünglich aus buddhistischen Traditionen, wurde jedoch in den letzten Jahrzehnten stark säkularisiert und wissenschaftlich erforscht, sodass sie heute unabhängig von Religion oder Glauben praktiziert werden kann.
Die Pionierarbeit in der modernen, westlichen Achtsamkeitspraxis geht auf Jon Kabat-Zinn, einen amerikanischen Molekularbiologen und Meditationslehrer, zurück. In den späten 1970er Jahren entwickelte er das Mindfulness-Based Stress Reduction (MBSR)-Programm, das heute weltweit in Kliniken, Schulen und Unternehmen gelehrt wird. Kabat-Zinn machte die Methode zugänglich für Menschen jeden Alters und jeder Lebenssituation, ohne Vorkenntnisse zu benötigen.
Das Grundprinzip ist einfach, aber kraftvoll:

Sie richten Ihre Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment – zum Beispiel auf den Atem, körperliche Empfindungen oder eigene Gedanken – und nehmen alles wahr, ohne zu bewerten oder zu analysieren.
Gedanken oder Gefühle, die auftauchen, werden einfach registriert und wieder losgelassen, wie Wolken am Himmel.
Ziel ist nicht, „nichts zu denken“, sondern bewusst im Hier und Jetzt zu sein. Statt sich in Sorgen über die Vergangenheit oder Ängste vor der Zukunft zu verlieren, lernen Sie, das Hier und Jetzt zu beobachten.
Metta-Meditation
(„Loving-Kindness Meditation“, auf Deutsch häufig als Liebende-Güte-Meditation bezeichnet) ist eine traditionelle Praxis aus dem Buddhismus, die sowohl der Achtsamkeitsschulung als auch der bewussten Kultivierung positiver emotionaler Zustände dient.
Im Mittelpunkt steht die systematische Entwicklung von Wohlwollen, Freundlichkeit und Mitgefühl – zunächst gegenüber sich selbst und anschließend gegenüber anderen Menschen und schließlich allen fühlenden Wesen.
Der Begriff „Metta“ stammt aus dem Pali, einer altindischen Sprache der buddhistischen Überlieferung, und wird meist mit „liebender Güte“, „wohlwollender Freundlichkeit“ oder „unbedingtem Wohlwollen“ übersetzt. Gemeint ist damit eine innere Haltung, die frei von Bewertung, Ablehnung oder Erwartung ist und das Wohl des Gegenübers in den Vordergrund stellt.
In der praktischen Ausführung wird Metta-Meditation häufig durch das stille oder leise Wiederholen bestimmter, positiv formulierter Sätze unterstützt. Diese sogenannten „Metta-Formeln“ können individuell leicht variieren, enthalten jedoch typischerweise Wünsche wie:
• „Möge ich glücklich sein.“
• „Möge ich gesund sein.“
• „Möge ich sicher und in Frieden leben.“
Zunächst richtet sich diese Praxis auf die eigene Person, um Selbstakzeptanz und Selbstfreundlichkeit zu stärken. In weiteren Schritten wird diese Haltung schrittweise auf immer größere Kreise ausgeweitet:
- zuerst auf nahestehende und geliebte Menschen,
- dann auf neutrale Personen,
- anschließend auch auf schwierige oder konfliktbeladene Beziehungen.
Im letzten Schritt wird die Intention schließlich auf alle Lebewesen ausgedehnt, unabhängig von persönlichen Bindungen oder individuellen Eigenschaften.
Ziel dieser schrittweisen Erweiterung ist es, eine stabile innere Grundhaltung von Offenheit, Empathie und Verbundenheit zu entwickeln. Gleichzeitig soll sie helfen, häufig belastende mentale Muster wie übermäßige Selbstkritik, Ärger, Abgrenzung oder soziale Isolation zu reduzieren und durch konstruktivere emotionale Reaktionsweisen zu ersetzen.
Positive Effekte der Metta-Meditation
Auch in der modernen psychologischen und neurowissenschaftlichen Forschung wird Metta-Meditation zunehmend untersucht. Studien weisen darauf hin, dass regelmäßige Praxis mit verschiedenen positiven Effekten in Verbindung stehen kann, darunter:
• eine Zunahme positiver emotionaler Zustände und allgemeiner Lebenszufriedenheit,
• eine stärkere Ausprägung von Selbstmitgefühl und Selbstakzeptanz,
• eine Verringerung depressiver Symptome und negativer Grübelprozesse,
• eine erhöhte soziale Verbundenheit und Empathiefähigkeit,
• sowie eine reduzierte emotionale Reaktivität in belastenden Situationen.
Insgesamt wird Metta-Meditation daher sowohl im spirituellen Kontext als auch in der modernen Psychologie als eine Methode betrachtet, die gezielt die emotionale Qualität von Bewusstsein und zwischenmenschlichen Beziehungen positiv beeinflussen kann.
Meditations - Kissen
Um bei einer Meditation das aufrechte Sitzen etwas zu vereinfachen gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Yoga- bzw. Meditationskissen mit unterschiedlicher Füllung.
Während Füllungen aus Buchweizen oder Dinkelspelzen den Vorteil haben, dass sie sich wunderbar anpassen lassen, sind Füllungen aus Baumwolle oder Kapok deutlich fester.
Wenn der Schwerpunkt eher auf dem Beckenbodentraining liegt, dann ist ein hohes, festes Kissen zur Unterstützung des Rückens bei einigen Übungen etwas besser geeignet (siehe Bild).
Ein Yogakissen lässt sich auch relativ einfach selbst nähen und befüllen.
Hinweis zur Sprache in unseren Gesundheitsartikeln
Aus rechtlichen Gründen verwenden wir bei gesundheits-bezogenen Themen häufig vorsichtige Formulierungen wie „kann unterstützen“, „kann beitragen“ oder „wird untersucht“.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig, dass keine wissenschaftlichen Erkenntnisse vorliegen. Vielmehr sollen Aussagen über gesundheitliche Wirkungen differenziert und im Einklang mit den geltenden rechtlichen Vorgaben dargestellt werden.
Lesen Sie auch den Artikel von dem bekannten Heilpraktiker Rene Gräber:, wie man einen guten Heilpraktiker findet:
Einen guten Heilpraktiker finden
Das Zwerchfell (Diaphragma thoracale) ist unser Haupt-Atemmuskel und beeinflusst auch den Beckenboden.
Wissenschaftliche Studien zur FRZM
Studie 1 – Universität Innsbruck, 1999:
Die Forscher untersuchten die Durchblutung der Nieren nach einer Fußreflexzonen-Massage mittels farbkodierter Doppler-Sonographie. Sie fand eine Veränderung der Nierendurchblutung während der Reflexzonentherapie und interpretierte dies als Unterstützung für die Hypothese einer organbezogenen Wirkung.
Studie 2 – Universität Innsbruck, 2001:
In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie untersuchten Forscher die Wirkung einer Fußreflexzonenmassage auf die Darmdurchblutung. Bei 32 gesunden Erwachsenen wurde die Durchblutung mittels farbkodierter Doppler-Sonographie gemessen.
Während der Behandlung zeigte sich in der Behandlungsgruppe eine signifikante Abnahme des Gefäßwiderstands der Darmarterie, was auf eine erhöhte Darmdurchblutung hindeutet. In der Kontrollgruppe trat diese Veränderung nicht auf.
Die Studie zeigt somit, dass die untersuchte Fußreflexzonenmassage während der Behandlung messbare Veränderungen der Darmdurchblutung hervorrufen kann.
Ein Diaphragma
ist eine funktionelle „Trennwand“ im Körper
- horizontale Strukturen im Körper
- trennende & stützende Gewebeschichten
- teilweise muskulär, teilweise faszial
Alle Informationen über Fußreflexzonen-Massage finden Sie auf der Original-Webseite von Hanne Marquardt.
Dort finden Sie auch eine Liste aller qualifizierten Therapeuten europaweit.
Alle Informationen zum Beckenbodenkurs WAHRNEHMUNG – Der Schatz im Becken – finden Sie im Menü oben unter KURSE
Akupunktur
ist eine der bekanntesten Methoden der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und wird seit Jahrtausenden angewendet.
In den letzten Jahrzehnten gewinnt sie auch in der westlichen Medizin zunehmend Aufmerksamkeit, insbesondere bei Beschwerden wie Inkontinenz, Blasenschwäche und Problemen mit dem Beckenboden.
Randomisierte kontrollierte Studien
Akupunktur
- 504 Frauen mit Belastungsinkontinenz
- Elektroakupunktur wurde mit Schein-Elektroakupunktur verglichen.
- Nach 6 Wochen war der Urinverlust in der Elektroakupunkturgruppe signifikant stärker reduziert als in der Kontrollgruppe.
European Urology Focus. 2023;9(2):352–360.
- 304 Frauen mit Belastungsinkontinenz
- Beide Gruppen erhielten Beckenbodentraining; zusätzlich erhielt eine Gruppe Elektroakupunktur, die andere Schein-Elektroakupunktur.
- Nach 8 Wochen zeigte die Kombination aus Beckenbodentraining + Elektroakupunktur eine stärkere Verringerung des Urinverlusts als Beckenbodentraining + Scheinbehandlung.
- 240 Frauen mit überaktiver Blase
- Akupunktur wurde über 4 Wochen mit einer medikamentösen Behandlung (Tolterodin) verglichen.
- Beide Gruppen zeigten deutliche Verbesserungen bei Harndrang, Inkontinenzepisoden, Häufigkeit des Wasserlassens und nächtlichem Wasserlassen. Die Akupunktur war dabei nicht signifikant schlechter als die medikamentöse Behandlung.
Hier können Sie Heilpraktiker finden, die Akupunktur und andere Heilverfahren anbieten.
Direktsuche
Studienlage
Yoga
Die Studie untersuchte eine
6-wöchige Yoga-Therapie bei mittelalten und älteren Frauen mit Harninkontinenz.
Die Teilnehmerinnen übten
2x wöchentlich
(je 90 min) und zusätzlich eine weitere Stunde zu Hause.
Die Ergebnisse zeigen, dass Yoga die Häufigkeit der Inkontinenz deutlich stärker verringerte als die Kontrollgruppe:
Insgesamt nahm die Inkontinenz um 66 % ab (Kontrollgruppe: 13 %), Stressinkontinenz sogar um 85 %, während sie in der Kontrollgruppe zunahm.
Zudem empfanden die Teilnehmerinnen ihre Beschwerden als weniger belastend und waren mit den Ergebnissen sehr zufrieden.
Die Studie bewertet Yoga als praktikable, sichere und gut akzeptierte ergänzende Behandlungsmethode, insbesondere für Frauen, die keinen Zugang zu spezialisierten Therapien haben oder herkömmliche Behandlungen vermeiden möchten.
Yoga könnte eine kostengünstige, gemeinschaftsbasierte Alternative darstellen.
Allerdings war die Studie klein und kurz angelegt, sodass die Ergebnisse nur vorläufig sind. Aussagen zu langfristigen Effekten oder zur Wirksamkeit bei anderen Formen der Inkontinenz sind daher noch eingeschränkt.
Studie Yoga: Huang et al. (2014). Yoga for women with stress urinary incontinence:
A randomized controlled trial. BMC Complementary and Alternative Medicine, 13, 60.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4310548/
Heutzutage bedeutet Yoga längst nicht mehr, dass nur junge, gesunde oder „hippe“ Frauen bei Räucherstäbchen „OM“ singen.
Dieses Klischee gehört der Vergangenheit an.
Wagen Sie es einfach, mitzumachen – Sie werden ganz sicher herzlich willkommen geheißen, ganz ohne Vorurteile.
Quellen
Khalsa, S. B. S., & Yogi Bhajan, P. (1996). The Aquarian Teacher: Kundalini Yoga Teachings. Kundalini Research Institute.
Khalsa, S. B. S. (2003). Kundalini Yoga: The Flow of Light. Kundalini Research Institute.
Singleton, M. (2010). Yoga Body: The Origins of Modern Posture Practice. Oxford University Press.
Wunderschöne Musik zum Downloaden als mp3-Datei gibt es bei
mantradownload.com
Entweder als einzelner Song, das komplette Album und teilweise sogar kostenlos.
Zur Unterstützung einer positiven Schwingung und besseren Fokussierung bei der Meditation.
Im Kern ist Meditation eine Methode, den Geist zu beruhigen, die Aufmerk-samkeit zu lenken und sich selbst bewusst wahr-zunehmen.
Studien der MBSR nach
Jon Kabat-Zinn:
• • de Vibe et al. (2017)
Mindfulness-based stress reduction (MBSR) for improving health, quality of life and social functioning in adults: a systematic review and meta-analysis
→ Große Meta-Analyse mit über 100 randomisierten Studien und mehr als 8.000 Teilnehmenden.
Ergebnis:
kleine bis moderate positive Effekte auf Stress, psychische Gesundheit und Lebensqualität.
• • de Vibe et al. (2012)
Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) for Improving Health, Quality of Life, and Social Functioning in Adults
→ Frühere systematische Übersichtsarbeit mit 31 RCTs.
Ergebnis:
Eine systematische Übersichtsarbeit von 31 randomisierten Studien mit insgesamt 1.942 Teilnehmern zeigte, dass MBSR insbesondere psychische Beschwerden wie Stress, Angst und Depression sowie die Lebensqualität verbessern kann. Die Effekte auf körperliche Beschwerden waren geringer.
• • Li et al. (2024)
The effectiveness of mindfulness-based stress reduction (MBSR) on depression, PTSD, and mindfulness among military veterans
→ Meta-Analyse bei Veteranen mit Depression/PTBS.
Ergebnis:
mittlere Effekte auf Depression und PTSD-Symptome.
• • Conversano et al. / PMC Review (2021)
Is Mindfulness-Based Stress Reduction Effective for People with Hypertension?
→ Meta-Analyse zu Bluthochdruck.
Ergebnis:
Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse von sechs Studien untersuchte die Wirkung von MBSR bei Menschen mit Bluthochdruck oder erhöhtem Blutdruck. MBSR führte insbesondere zu einer signifikanten Senkung des diastolischen Blutdrucks. Die Autoren bewerten MBSR als vielversprechenden ergänzenden Ansatz, betonen jedoch, dass weitere gut durchgeführte Studien erforderlich sind.
• • Kang et al. (2022)
Interoception Underlies The Therapeutic Effects of Mindfulness Meditation for PTSD
→ Randomisierte klinische Studie mit EEG-Untersuchungen bei PTSD.
Ergebnis:
In einer randomisierten Studie mit 98 Veteranen mit PTSD führte eine 8-wöchige MBSR-Behandlung zu einer stärkeren Verbesserung der PTSD-Symptome als eine aktive Kontrollbehandlung. EEG-Messungen zeigten zudem Veränderungen der Hirnaktivität, insbesondere in der Verarbeitung körperbezogener Signale (Interozeption). Die Autoren sehen diese Veränderungen als möglichen Mechanismus der therapeutischen Wirkung von MBSR.
Studien der Metta-Meditation:
• Fredrickson, B. L., et al. (2008).
Open hearts build lives: Positive emotions, induced through loving-kindness meditation, build consequential personal resources.
Journal of Personality and Social Psychology, 95(5), 1045–1062.
https://doi.org/10.1037/a0013262
→ Eine der bekanntesten Studien: zeigt, dass Loving-Kindness Meditation positive Emotionen, soziale Verbundenheit und persönliche Ressourcen steigern kann.
• Hofmann, S. G., Grossman, P., & Hinton, D. E. (2011).
Loving-kindness and compassion meditation: Potential for psychological interventions.
Clinical Psychology Review, 31(7), 1126–1132.
https://doi.org/10.1016/j.cpr.2011.07.003
→ Überblicksarbeit zu therapeutischen Effekten, u. a. auf Depression, Angst und soziale Verbundenheit.
• Galante, J., et al. (2014).
Effect of kindness-based meditation on health and well-being: A systematic review and meta-analysis.
Journal of Consulting and Clinical Psychology, 82(6), 1101–1114.
https://doi.org/10.1037/a0037249
→ Fasst 22 randomisierte Studien zu Loving-Kindness- und Compassion-basierten Meditationen zusammen. Die Ergebnisse zeigen Hinweise auf Verbesserungen von Depression, Achtsamkeit, Compassion, Selbstcompassion und positiven Emotionen. Die Autoren betonen jedoch die begrenzte methodische Qualität und uneinheitliche Befunde gegenüber aktiven Kontrollgruppen.
• Zeng, X., Chiu, C. P. K., Wang, R., Oei, T. P. S., & Leung, F. Y. K. (2015).
The effect of loving-kindness meditation on positive emotions: A meta-analytic review.
→ Zeng et al. untersuchten 24 empirische Studien mit insgesamt 1.759 Personen und analysierten speziell den Zusammenhang zwischen Loving-Kindness Meditation (LKM) und positiven Emotionen.
Die Meta-Analyse fand:
- mittlere Effektstärken für LKM auf alltägliche positive Emotionen gegenüber Wartelistenkontrollen,
- Effekte auch auf unmittelbar nach der Meditation gemessene positive Emotionen,
- stärkere Effekte bei Interventionen, die tatsächlich auf Loving-Kindness fokussierten, als bei stärker auf Compassion ausgerichteten Interventionen,
- allerdings deutliche Unterschiede zwischen den Studien und Interventionen
Lesen Sie auch
den Blogartikel
Die verschiedenen Inkontinenzformen erklärt und welche Hilfsmittel und Therapiemöglichkeiten es gibt.
Du kannst jederzeit ein
neues Leben beginnen.
Nur sei entschlossen.
Marc Aurel
