Komplementärmedizin bei Blasenentzündung
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Ergänzend zu naturheilkundlichen und schulmedizinischen Maßnahmen kommen bei Blasen-entzündungen auch homöopathische und spagyrische Mittel zum Einsatz, insbesondere bei wiederkehrenden Beschwerden. Spagyrische Mittel gibt es rezeptfrei in jeder Apotheke, aber ein Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitender Arzt könnte evtl. eher das passende Mittel für Ihren Konstitutionstypen finden.
Homöopathie
Homöopathie ist eine komplementärmedizinische Therapiemethode, die auf dem Prinzip „Ähnliches mit Ähnlichem“ basiert. Dahinter steckt das sogenannte Ähnlichkeitsprinzip: Demnach wird eine Substanz, die beim gesunden Menschen bestimmte Symptome hervorruft, als Homöopathikum bei ähnlichen Symptomen eines Erkrankten eingesetzt.
Das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie besagt, dass eine Substanz Krankheiten mit ähnlichen Symptomen behandeln soll, wie sie diese Substanz bei einem gesunden Menschen auslösen würde.
Beim Schneiden einer Zwiebel (lateinisch: Allium cepa) beginnen oft die Augen zu tränen und die Nase zu laufen.
Diese Symptome ähneln denen eines Fließschnupfens.
Nach dem homöopathischen Ähnlichkeitsprinzip wird deshalb aus der Zwiebel hergestelltes Homöopathikum Allium cepa eingesetzt, um einen Fließschnupfen mit ähnlichen Beschwerden zu behandeln.
Kurz gesagt: Eine Substanz, die bei Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, soll bei Kranken mit denselben oder ähnlichen Symptomen als Heilmittel dienen. Dies wird mit dem Grundsatz „Ähnliches mit Ähnlichem heilen“ beschrieben.
Eine ausführliche Beschreibung, was genau Homöopathie ist,
finden Sie auf der Seite der DHU
Wie wird ein Mittel ausgesucht?
In der Homöopathie wird nicht nur die Diagnose („Blasenentzündung“) betrachtet, sondern vor allem Ihre individuellen Beschwerden.
Sie gehen typischerweise so vor:
Achten Sie auf Leitsymptome:
- z.B. Brennen oder Stechen, wann die Schmerzen auftreten (Anfang, Ende, ständig), mögliche Auslöser (Kälte, Stress, nach Geschlechtsverkehr)
- Wählen Sie ein Mittel, das möglichst gut zu mehreren dieser Punkte passt
- Es muss nicht perfekt passen – das ähnlichste Mittel wird ausgewählt
- Entscheidend sind Schmerzart, Zeitpunkt, Auslöser und Begleitsymptom
Besuchen Sie die Seite www.dhu.de (externer Link) oder eine andere informative Seite über homöopathische Mittel, um das passende Mittel für sich zu finden.
In der Regel entfalten die richtig gewählten homöopathischen Mittel schon nach wenigen Stunden ihre Wirkung. Die körperlichen Symptome sollten sich bessern. Tritt hingegen keine Besserung oder gar eine andauernde Verschlechterung ein, war das Mittel womöglich nicht richtig gewählt. Ein homöopathisches Arzneimittel setzt im Körper einen Impuls zur Aktivierung der Selbstheilungskraft. Dieser Reiz tritt bei Einnahme des falsch gewählten homöopathischen Mittel nicht ein. Die Besserung der Beschwerden bleibt aus.
Mittel die häufig bei Blasenentzündung angewendet werden
Wer bei alltäglichen Beschwerden wie Bauchschmerzen durch Blähungen oder Erkältungssymptomen sanfte Behandlungsansätze bevorzugt, findet in vielen Fällen in homöopathischen Arzneimitteln eine wertvolle Behandlungsoption. Zudem sind homöopathische Arzneimittel in der Regel gut verträglich und mit vielen anderen Therapiemethoden kombinierbar.
Die folgenden Mittel werden bei Blasenentzündung angewandt und viele Frauen berichten von guten Heilerfolgen durch Globulis.
Apis mellifica
- Symptome: stechende Schmerzen, wenig Urin, Schwellungsgefühl
- Typ: lebhaft, unruhig, hitzeempfindlich, eher nervös
Arsenicum album
- Symptome: brennende Schmerzen, nachts schlimmer, Unruhe
- Typ: ängstlich, ordnungsliebend, kontrollierend
Belladonna
- Symptome: plötzlicher Beginn, starke Hitze, Druckgefühl
- Typ: impulsiv, intensiv, „heftig reagierend“
Berberis
- Symptome: stechende, ausstrahlende Schmerzen (Rücken/Leiste)
- Typ: kein klarer Persönlichkeitstyp
Cantharis
- Symptome: starke brennende Schmerzen, ständiger Harndrang, Tropfenurin
- Typ: impulsiv, schnell gereizt, reagiert stark auf Schmerzen
Colocynthis
- Symptome: starke krampfartige Schmerzen, besser durch Druck/Wärme
- Typ: empfindlich gegenüber Ärger, reagiert stark auf emotionale Belastung
Dulcamara
- Symptome: Beschwerden nach Kälte oder Nässe
- Typ: robust wirkend, aber wetterempfindlich
Equisetum
- Symptome: ständiger Harndrang, wenig Urin, Druckgefühl
- Typ: kein ausgeprägter Typ
Ferrum phosphoricum
- Symptome: frühe Phase, mildere Beschwerden
- Typ: kein klarer Typ
Hepar sulfuris
- Symptome: stechende Schmerzen, stark kälteempfindlich
- Typ: sehr empfindlich, schnell reizbar
Lycopodium
- Symptome: nachmittags/abends schlimmer, oft mit Blähungen
- Typ: nach außen selbstbewusst, innerlich unsicher, kontrollierend
Mercurius solubilis
- Symptome: häufiger Harndrang, trüber/übelriechender Urin, nachts schlimmer
- Typ: unruhig, wechselhaft, temperaturempfindlich
Nux vomica
- Symptome: krampfartige Beschwerden, häufiger Harndrang, stressbedingt
- Typ: ehrgeizig, angespannt, reizbar
Pulsatilla
- Symptome: milde, wechselnde Beschwerden, oft nach Kälte
- Typ: sanft, anhänglich, sucht Nähe
Sarsaparilla
- Symptome: Schmerzen am Ende des Wasserlassens
- Typ: eher empfindlich, „zart“
Sepia
- Symptome: chronische/wiederkehrende Beschwerden
- Typ: erschöpft, gereizt, will Abstand
Staphisagria
- Symptome: Beschwerden nach Geschlechtsverkehr, brennend
- Typ: unterdrückt Ärger, innerlich angespannt
Solidago
- Symptome: allgemeine Reizung der Harnwege
- Typ: kein klassischer Typ
Wie werden Globulis eingenommen?
Typische Anwendung:
- übliche Potenz: D6 oder D12
- 3–5 Globuli pro Einnahme
- 2–3x täglich
- in akuten Fällen alle 15 Minuten
Bei Besserung:
- Einnahme reduzieren oder pausieren
Anwendungstipps:
- Lassen Sie die Globuli im Mund zergehen (unter der Zunge)
- Nehmen Sie sie 15 Minuten vor oder nach dem Essen ein
- Vermeiden Sie gleichzeitig starke Geschmäcker (z.B. Kaffee oder Minze z.B. in Zahnpasta)
Hersteller von homöopathischen Mitteln
Weleda (www.weleda.de)
Weleda bietet eine Vielzahl von homöopathischen Globuli und Tropfen an, die in der Naturheilkunde weit verbreitet sind. Sie bieten sowohl Einzelmittel als auch Kombinationen für eine ganzheitliche Behandlung
Hevert Arzneimittel (www.hevert.de)
Hevert stellt eine breite Palette von homöopathischen Globuli her, die in der klassischen Homöopathie und in der modernen Naturheilkunde verwendet werden. Sie bieten sowohl Einzelmittel als auch Kombinationspräparate an. Hevert ist bekannt für seine guten Herstellungsmethoden und seine langjährige Erfahrung in der Entwicklung von Naturheilmitteln.
Biologische Heilmittel Heel (www.heel.de)
Heel ist ein bedeutender Hersteller von homöopathischen Globuli, der besonders für die komplexen homöopathischen Präparate bekannt ist, die mehrere Heilpflanzen oder Mineralstoffe kombinieren.
Heel kombiniert in vielen seiner Produkte Homöopathie mit Spagyrik, was ihnen eine einzigartige Wirkung verleiht.
Schwabe Pharma (Pascoe, Salus) www.schwabe.de
Schwabe Pharma bietet neben pflanzlichen Heilmitteln auch homöopathische Globuli und Tropfen an, die in verschiedenen Potenzen und für verschiedene Anwendungen erhältlich sind.
Schwabe Pharma ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Naturheilkunde und bietet viele Kombinationspräparate und Kombinationen von Homöopathie und Phytotherapie
Sanum Kehlbeck (www.sanum.de)
Sanum Kehlbeck ist ein Unternehmen, das neben Spagyrik auch homöopathische Globuli herstellt, insbesondere in Kombination mit anderen Naturheilverfahren.
Sanum Kehlbeck hat sich auf biologische Medizin spezialisiert und bietet innovative Produkte für die ganzheitliche Heilung.
Madaus (www.madaus.de)
Madaus bietet eine Vielzahl von Homöopathie-Produkten an, darunter auch Globuli für eine breite Palette von Beschwerden.
Madaus ist bekannt für seine hochwertigen homöopathischen Mittel und eine lange Tradition in der Herstellung von Arzneimitteln.
Remedia (www.remedia.de)
Remedia stellt homöopathische Globuli und Tropfen her und bietet eine große Auswahl an klassischen Homöopathie-Mitteln.
Remedia produziert ihre Produkte in sehr hoher Qualität und stellt sicher, dass die Mittel den Anforderungen der klassischen Homöopathie entsprechen.
Luvos (www.luvos.de)
Luvos stellt neben Heilerde auch homöopathische Globuli her, die für die innere Anwendung geeignet sind. Besonders bekannt ist Luvos für seine Heilerde-Produkte, die häufig in Kombination mit Homöopathie angewendet werden.
Pflüger (www.pflueger.de)
Pflüger ist ein weiterer Hersteller von Homöopathie-Produkten, einschließlich Globuli, die für eine Vielzahl von Anwendungen gedacht sind.
Pflüger bietet neben klassischen Einzelmitteln auch spezielle Kombinationen an, die auf bestimmte Krankheitsbilder ausgerichtet sind.

Bei starken oder länger anhaltenden Beschwerden
suchen Sie bitte immer einen Arzt oder eine Ärztin auf.
Bringt das ausgewählte homöopathische Arzneimittel keine Besserung oder
verschlechtern sich die Beschwerden, ist der Gang zum Arzt unerlässlich.
Schüßler-Salze
Schüßler-Salze sind nach dem deutschen Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898) benannte mineralstoffbasierte Mittel, die auf der Theorie beruhen, dass Mineralstoffe im Körper in einem bestimmten Verhältnis vorliegen müssen, um die Gesundheit zu erhalten.
Schüßler entwickelte eine Methode, bei der ursprünglich 12 Mineralstoffe in sehr niedrigen Potenzen als „biochemische Heilmittel“ verwendet werden, um das Zellgleichgewicht zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren.
Schüßler-Salze sind hauptsächlich in folgenden Darreichungsformen erhältlich:
Tabletten: Die häufigste Darreichungsform. Sie enthalten das Mineral in verdünnter Form. Sie sind besonders beliebt bei der Unterstützung von chronischen oder wiederkehrenden Beschwerden, etwa bei Hautproblemen, Verdauungsstörungen oder Harnwegsinfekten.
Globuli: Homöopathisch verdünnte Kugeln aus Saccharose, die das Salz enthalten.
Salben: Diese werden auf die Haut aufgetragen und können lokal bei Haut- oder Gelenkbeschwerden angewendet werden.
Unterschied zu Homöopathie
Im Gegensatz zur Homöopathie, bei der die Grundsubstanzen durch wiederholte Verdünnung und Verschüttelung so weit verdünnt werden, dass keine molekularen Spuren mehr vorhanden sind, setzt die biochemische Heilweise von Schüßler auf geringe Dosierungen von Mineralstoffen, die den Zellstoffwechsel direkt unterstützen sollen. Während Homöopathie auf die „energetische Wirkung“ von Stoffen setzt, geht es bei den Schüßler-Salzen mehr um die Beseitigung von Mineralstoffmängeln und die Förderung des körperlichen Gleichgewichts auf biochemischer Ebene.
Liste der 12 Schüßler-Salze
Nr. 1 – Calcium fluoratum (Kalziumfluorid)
Anwendung: Bindegewebe, Haut, Zähne, Knochen
Nr. 2 – Calcium phosphoricum (Kalziumphosphat)
Anwendung: Knochenaufbau, Wachstum, Schwächezustände
Nr. 3 – Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
Anwendung: Erste Hilfe bei Entzündungen, Fieber, Bluthochdruck
Nr. 4 – Kalium chloratum (Kaliumchlorid)
Anwendung: Schleimhäute, Atemwege, Entzündungen
Nr. 5 – Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
Anwendung: Nervenschwäche, geistige Erschöpfung
Nr. 6 – Kalium sulfuricum (Kaliumsulfat)
Anwendung: Hautprobleme, Entgiftung, Atemwegserkrankungen
Nr. 7 – Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
Anwendung: Muskelkrämpfe, Nervosität, Migräne
Nr. 8 – Natrium chloratum (Natriumchlorid)
Anwendung: Flüssigkeitshaushalt, Schleimhäute, Verdauung
Nr. 9 – Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
Anwendung: Säure-Basen-Haushalt, Verdauungsstörungen, Entzündungen
Nr. 10 – Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)
Anwendung: Entgiftung, Leber, Blase, Nieren
Nr. 11 – Silicea (Kieselsäure)
Anwendung: Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel
Nr. 12 – Calcium sulfuricum (Calciumsulfat)
Anwendung: Haut, Entzündungen, Narbenbildung
Hier ist die erweiterte Liste der Schüßler-Salze, die über die klassischen 12 hinausgeht:
Wilhelm Heinrich Schüßler hat ursprünglich 12 Salze definiert, aber die Schüßler-Salze-Therapie wurde seitdem erweitert, und viele weitere Mittel wurden hinzugefügt. Diese erweiterten Salze sind weiterhin in der biochemischen Heilweise von Schüßler anerkannt und in der praktischen Anwendung.
Nr. 13 – Kalium arsenicosum (Kaliumarsenit)
Anwendung: Hautprobleme, Akne, Schuppenflechte
Nr. 14 – Kalium bromatum (Kaliumbromid)
Anwendung: Nervosität, Schlafstörungen, innere Unruhe
Nr. 15 – Kalium jodatum (Kaliumjodat)
Anwendung: Schilddrüsenerkrankungen, Hautkrankheiten
Nr. 16 – Lithium chloratum (Lithiumchlorid)
Anwendung: Emotionale Ausgeglichenheit, Hautentzündungen
Nr. 17 – Manganum sulfuricum (Manganumsulfat)
Anwendung: Gelenkbeschwerden, Arthritis, rheumatische Erkrankungen
Nr. 18 – Natrium bicarbonicum (Natriumbicarbonat)
Anwendung: Verdauungsprobleme, Übersäuerung des Körpers
Nr. 19 – Natrium fluoricum (Natriumfluorid)
Anwendung: Zahnprobleme, Hautprobleme, Bindegewebe
Nr. 20 – Natrium molybdatum (Natriummolybdat)
Anwendung: Entgiftung, Schwermetallbelastungen
Nr. 21 – Zincum chloratum (Zinkchlorid)
Anwendung: Hautprobleme, Wundheilung, Entzündungen
Nr. 22 – Calcium carbonicum (Calciumcarbonat)
Anwendung: Knochenaufbau, Gelenkprobleme
Nr. 23 – Calcium iodatum (Calciumiodid)
Anwendung: Stoffwechselprobleme, Schilddrüsenfunktionen
Nr. 24 – Natrium lactatum (Natriumlactat)
Anwendung: Entzündungen, Verdauungsprobleme
Nr. 25 – Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
Anwendung: Säure-Basen-Haushalt, Stoffwechselstörungen
Nr. 26 – Silicea (Kieselsäure)
Anwendung: Bindegewebe, Haut, Haare, Nägel
Nr. 27 – Ferrum aceticum (Eisacetat)
Anwendung: Anämie (Blutarmut), allgemeine Schwäche
Nr.28 – Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
Anwendung: Erste Hilfe bei Entzündungen, Fieber, Bluthochdruck
Nr.29 – Zincum aceticum (Zinkacetat)
Anwendung: Hautentzündungen, Wundheilung
Schüßler-Salze bei Blasenentzündung & Inkontinenz

Nr. 3 – Ferrum phosphoricum (Eisenphosphat)
Anwendung: Akute Blasenentzündung in der Anfangsphase (z. B. bei ersten Anzeichen von Schmerzen und Entzündung), hilft bei Entzündungen und wirkt fiebersenkend.
Nr. 7 – Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat)
Anwendung: Bei muskelbedingten Beschwerden, wie krampfartigen Schmerzen in der Blase oder beim Harnabgang. Es kann auch bei Blasenkrämpfen und Reizblase hilfreich sein.
Nr. 10 – Natrium sulfuricum (Natriumsulfat)
Anwendung: Unterstützt die Entgiftung und Ausscheidung und ist hilfreich bei Wassereinlagerungen und Entzündungen der Blase. Es hilft, toxische Stoffe aus dem Körper zu leiten und wirkt ausleitend.
Nr. 11 – Silicea (Kieselsäure)
Anwendung: Gewebeauffrischung und Heilung von Schleimhäuten, einschließlich der Blasenschleimhaut. Kann bei wiederkehrenden Entzündungen der Blase und in der Nachbehandlung von Blasenentzündungen verwendet werden.
Nr. 12 – Calcium sulfuricum (Calciumsulfat)
Anwendung: Wird häufig bei chronischen oder wiederkehrenden Blasenentzündungen und bei entzündlichen Prozessen eingesetzt. Es hilft, Entzündungen zu heilen und das Gewebe zu regenerieren.
Nr. 5 – Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat)
Anwendung: Bei psychosomatischen Aspekten von Blasenentzündungen (z. B. durch Stress oder Nervosität), hilft es, Nervosität und Angst zu lindern, die oft mit Inkontinenz oder Reizblase einhergehen.
Nr. 9 – Natrium phosphoricum (Natriumphosphat)
Anwendung: Unterstützt den Säure-Basen-Haushalt und kann bei häufiger Blasenentzündung helfen, die durch einen sauren Urin verursacht wird.
Einnahme
Allgemeine Einnahme
1–2 Tabletten pro Einnahme langsam im Mund zergehen lassen.
Üblich sind 3-mal täglich 1–2 Tabletten.
Die Tabletten möglichst etwa 15 Minuten vor oder nach den Mahlzeiten einnehmen, damit sie über die Mundschleimhaut aufgenommen werden können.
Alternativ können die Tabletten in etwas Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken werden.
Bei akuten Beschwerden
1-2 Tabletten alle 15-30 Minuten, jedoch nur für einige Stunden.
Sobald sich die Beschwerden bessern, auf die normale Einnahme (z.B. 3-mal täglich) reduzieren.
Bei längerfristiger Anwendung
Meist 3-mal täglich 1–2 Tabletten über mehrere Wochen.
Bei einer längeren Einnahme oder mehreren gleichzeitig verwendeten Schüßler-Salzen kann eine Rücksprache mit einer entsprechend qualifizierten Fachperson sinnvoll sein.
Es ist üblich, mehrere Salze zu kombinieren. Dabei können die Tabletten entweder:
nacheinander eingenommen oder
gemeinsam im Mund zergehen gelassen bzw. in Wasser aufgelöst werden.
DIE HEIßE SIEBEN
Eine Besonderheit in der Einnahme stellt die „Heiße 7“ dar.
Es werden 10 Tabletten des Schüßler-Salzes Nr. 7 Magnesium phosphoricum
in 0,2 l abgekochtem, heißem Wasser aufgelöst und in kleinen Schlücken getrunken.
Urtinkturen

Eine Urtinktur ist ein hochkonzentrierter Flüssigextrakt aus frischen Heilpflanzen. Unmittelbar nach der Ernte werden die Pflanzen sorgfältig zerkleinert und mit einem Wasser-Alkohol-Gemisch versetzt. Dadurch gehen die natürlichen Inhaltsstoffe – darunter Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, ätherische Öle und zahlreiche weitere sekundäre Pflanzenstoffe – in die Lösung über. Der Alkohol dient dabei sowohl als Extraktionsmittel als auch zur natürlichen Konservierung.
Bei hochwertigen Frischpflanzen-Urtinkturen werden die Pflanzen möglichst unmittelbar nach der Ernte verarbeitet, um ihre Frische und ihr natürliches Inhaltsstoffspektrum zu bewahren. Anders als bei standardisierten Pflanzenextrakten steht hier nicht die Isolierung einzelner Wirkstoffe im Vordergrund, sondern die Pflanze als Ganzes.
Die Schweizer Firma Ceres verfolgt dabei einen besonderen Ansatz. Jede Heilpflanze wird zum optimalen Entwicklungszeitpunkt geerntet und individuell verarbeitet. Extraktionsdauer, Alkoholkonzentration und Herstellungsverfahren werden auf die jeweiligen Eigenschaften der Pflanze abgestimmt. Nach dem Verständnis von Ceres soll dadurch nicht nur das vollständige Spektrum ihrer Inhaltsstoffe erhalten bleiben, sondern auch ihr Wesen, ihre Lebenskraft und ihre charakteristische Heilwirkung. Die Pflanze wird als lebendiger Organismus betrachtet, dessen Wirksamkeit sich nicht allein auf einzelne chemische Inhaltsstoffe reduzieren lässt.
Herkunft
Alkoholische Pflanzenauszüge gehören zu den ältesten Zubereitungsformen der Pflanzenheilkunde. Bereits in der Antike und im Mittelalter wurden Heilpflanzen in Wein oder Alkohol eingelegt, um ihre wertvollen Inhaltsstoffe zu lösen und haltbar zu machen. Moderne Frischpflanzen-Urtinkturen verbinden diese jahrhundertealte Tradition mit heutigen Qualitätsstandards und einer möglichst schonenden Verarbeitung.
Der Begriff Urtinktur stammt ursprünglich aus der Homöopathie und bezeichnet dort die Ausgangssubstanz für die Herstellung potenzierter Arzneimittel. In der modernen Phytotherapie werden Frischpflanzen-Urtinkturen jedoch direkt eingesetzt und nicht weiter verdünnt.
Einnahme
Die Dosierung richtet sich nach der jeweiligen Heilpflanze und dem Anwendungsgebiet. Üblicherweise werden 2 bis 5 Tropfen, ein- bis dreimal täglich, in etwas Wasser eingenommen. Aufgrund ihrer hohen Konzentration genügen meist bereits kleine Mengen.
Studienlage
Die gesundheitlichen Wirkungen von Frischpflanzen-Urtinkturen beruhen auf den Inhaltsstoffen der jeweiligen Heilpflanze. Für viele Heilpflanzen liegen klinische Studien vor, die ihre Anwendung in bestimmten Bereichen unterstützen. Die wissenschaftliche Evidenz bezieht sich dabei auf die jeweilige Pflanze oder ihren Extrakt.
Das spezifische Herstellungsverfahren von Ceres wurde bislang nicht in vergleichenden klinischen Studien untersucht. Die Annahme, dass durch die schonende Verarbeitung zusätzlich das Wesen oder die Lebenskraft der Pflanze bewahrt wird, ist Teil der Ceres-Herstellungsphilosophie und entzieht sich einer naturwissenschaftlichen Überprüfung. Viele Anwenderinnen und Anwender schätzen diesen ganzheitlichen Ansatz und berichten über positive Erfahrungen.
Hersteller von Frischpflanzen-Urtinkturen/ Frischpflanzenextrakten
Ceres
gilt als einer der bekanntesten Spezialisten für Frischpflanzen-Urtinkturen. Verwendet werden möglichst frisch geerntete Heilpflanzen aus biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung. Die Pflanzen werden zum optimalen Entwicklungszeitpunkt geerntet und individuell verarbeitet. Im Mittelpunkt steht die Idee, die Pflanze als Ganzes mit ihrem charakteristischen Inhaltsstoffprofil und ihrer Eigenart zu erhalten.
A.Vogel
gehört zu den traditionsreichsten Herstellern von Frischpflanzenpräparaten. Die Pflanzen werden möglichst frisch verarbeitet, häufig aus eigenem biologischem Anbau oder aus kontrolliertem Anbau. Bekannt ist das Unternehmen besonders für Frischpflanzenextrakte wie beispielsweise aus Echinacea, Artischocke oder Baldrian.
Weleda
verarbeitet zahlreiche Heilpflanzen frisch und verwendet dafür eigene Heilpflanzengärten sowie biologisch-dynamischen Anbau und kontrollierte Anbaupartner. Die Herstellung orientiert sich an einem ganzheitlichen Verständnis der Pflanze und ihrer natürlichen Prozesse.
WALA
stellt viele Arzneimittel aus frischen Heilpflanzen her. Neben dem biologisch-dynamischen Anbau spielt die besondere Verarbeitung mit rhythmischen Herstellungsprozessen eine zentrale Rolle
Urtinktur und Spagyrik unterscheiden sich vor allem durch die Art der Herstellung:
Eine Urtinktur ist ein direkter Auszug aus einer Heilpflanze. Die frische oder getrocknete Pflanze wird meist mit Alkohol und Wasser extrahiert, sodass die pflanzlichen Inhaltsstoffe in konzentrierter Form erhalten bleiben. Sie enthält die Bestandteile der Pflanze in ihrer ursprünglichen Zusammensetzung und wird meist tropfenweise eingenommen.
Bei der Spagyrik wird die Pflanze in mehreren Schritten verarbeitet. Nach dem Grundprinzip „trennen und wieder zusammenführen“ werden verschiedene Pflanzenbestandteile (z. B. flüchtige, lösliche und mineralische Bestandteile) getrennt aufbereitet und anschließend wieder vereint. Ziel ist es nach spagyrischem Verständnis, die gesamte Pflanze mit ihren verschiedenen Qualitäten nutzbar zu machen.
Kurz gesagt:
Eine Urtinktur ist ein konzentrierter Pflanzenauszug.
Eine spagyrische Essenz ist ein speziell aufbereiteter Pflanzenauszug nach einem besonderen Herstellungsverfahren.
Spagyrik
Die Spagyrik hat ihre Wurzeln in der europäischen Alchemie und der traditionellen Pflanzenheilkunde. Der Begriff geht auf die griechischen Wörter *spao* („trennen“) und *ageiro* („zusammenführen“) zurück. Besonders geprägt wurde die Methode im 16. Jahrhundert durch Paracelsus, der die Vorstellung vertrat, dass Heilpflanzen nicht nur über einzelne Inhaltsstoffe wirken, sondern als Ganzes betrachtet werden sollten.
Bei der Herstellung spagyrischer Essenzen wird die Pflanze nach dem Prinzip des Trennens und Wiederzusammenführens verarbeitet. Je nach Verfahren werden die Pflanzen zunächst aufbereitet, vergoren und destilliert. Die festen Pflanzenbestandteile werden teilweise verascht, die mineralischen Bestandteile gewonnen und anschließend wieder mit den flüssigen Bestandteilen vereint. Ziel ist es, die verschiedenen Bestandteile der Pflanze in einer besonderen Form zusammenzuführen.
Kurz zusammengefasst:
Spagyrik verbindet traditionelle Pflanzenheilkunde mit einem besonderen Herstellungsverfahren, bei dem die Pflanze zunächst in ihre Bestandteile zerlegt und anschließend wieder zusammengeführt wird. Sie wird vor allem in der Naturheilkunde eingesetzt und versteht sich als ganzheitlicher Ansatz zur Unterstützung der körpereigenen Regulation.
Spagyrik bei Blasenentzündung (Zystitis)
Typische Ziele der Anwendung
- Reizung der Blase lindern
- Harndrang regulieren
- Entzündung „ausgleichen“
- Selbstregulation des Körpers unterstützen
Diese Pflanzen tauchen in vielen spagyrischen Mischungen gegen Blasenentzündung auf:
- Solidago virgaurea (Goldrute)
→ klassisch für Harnwege, „durchspülend“ - Equisetum arvense (Schachtelhalm)
→ unterstützend für Blase und Bindegewebe - Arctostaphylos uva-ursi (Bärentrauben)
→ traditionell bei Harnwegsinfekten eingesetzt - Betula pendula (Birke)
→ harntreibend, ausleitend gedacht - Tropaeolum majus (Kapuzinerkresse)
→ wird naturheilkundlich bei Infekten erwähnt - Armoracia rusticana (Meerrettich)
→ ebenfalls traditionell bei bakteriellen Infekten genutzt
Einnahme
Spagyrische Essenzen werden meist als Tropfen eingenommen. Die Dosierung richtet sich nach dem jeweiligen Präparat und Hersteller. Häufig werden einige Tropfen in Wasser verdünnt und über den Tag verteilt eingenommen. Bei individuellen Mischungen richtet sich die Anwendung nach der Empfehlung des Herstellers oder einer therapeutisch erfahrenen Fachperson.
- 3–5× täglich Spray in den Mund oder Tropfen in Wasser
- häufig über mehrere Tage bis Wochen
- Kombinationen werden individuell angepasst (Konstitution + Beschwerden)
Studienlage
Für spagyrische Arzneimittel im engeren Sinn gibt es bislang nur wenige wissenschaftliche Studien. Die vorhandenen Untersuchungen können keine eindeutige Wirksamkeit über den Placeboeffekt hinaus belegen. Einzelne Heilpflanzen, die in spagyrischen Essenzen verwendet werden, verfügen jedoch über wissenschaftlich untersuchte Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete. Die Studienlage bezieht sich dabei auf die jeweilige Pflanze oder den Extrakt, nicht auf das spagyrische Herstellungsverfahren.
Der wesentliche Unterschied zwischen einem Tee und einer spagyrischen Essenz liegt in der Art der Aufbereitung und der Zusammensetzung der enthaltenen Pflanzenbestandteile.
Tee (wässriger Auszug):
Bei der Zubereitung von Tee werden vor allem wasserlösliche Inhaltsstoffe der Pflanze in heißem Wasser gelöst. Andere Stoffgruppen, wie fettlösliche Bestandteile oder bestimmte flüchtige Komponenten, gehen dabei nur teilweise oder in geringerem Umfang in den Aufguss über.
Spagyrik:
Dieses Verfahren basiert auf einem traditionellen, alchemistischen Herstellungsprinzip des „Trennens und Wiedervereinigens“. Dabei wird die Pflanze in verschiedenen Schritten verarbeitet und anschließend wieder zusammengeführt. Nach diesem Konzept sollen sowohl flüchtige als auch wasserlösliche und mineralische Bestandteile in das Endpräparat einfließen. Die Beschreibung von „Geist, Seele und Körper“ der Pflanze stammt aus der traditionellen spagyrischen Lehre und ist ein symbolisches Erklärungsmodell.
- basiert historisch auf Paracelsus
- Pflanzen werden fermentiert, destilliert und „energetisch aufgearbeitet“
- Idee: nicht nur Stoffe, sondern auch „Information“ der Pflanze wirkt
- Anwendung oft komplexe Mischungen statt Einzelstoffe
Zusammenfassend handelt es sich bei einem Tee um einen einfachen wässrigen Auszug bestimmter pflanzlicher Inhaltsstoffe, während spagyrische Essenzen nach traditioneller Auffassung eine umfassender aufgearbeitete Pflanzenzubereitung darstellen, der ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde liegt.
In der Spagyrik wird weniger ein einzelnes Symptom behandelt, sondern:
- das gesamte Funktionssystem (z.B. Harnwege)
- plus die Konstitution der Person
Ähnlich wie in der Homöopathie, aber stärker pflanzenbasiert.
Bedeutende Hersteller von spagyrischen Essenzen
Spagyros AG (Schweiz)
Spagyros gehört zu den bekanntesten Spezialisten für Spagyrik. Das Unternehmen arbeitet mit Frischpflanzen und stellt spagyrische Essenzen nach eigenen, traditionell orientierten Verfahren her. Im Mittelpunkt steht die Verarbeitung der ganzen Pflanze mit ihren verschiedenen Bestandteilen.
Besonderheiten:
- eigene Herstellung in der Schweiz
- Verarbeitung frischer Heilpflanzen
- Kombination aus traditioneller Pflanzenheilkunde und spagyrischer Philosophie
Phylak Sachsen GmbH (Deutschland)
Phylak zählt zu den etablierten Herstellern spagyrischer Essenzen und bietet ein sehr breites Sortiment an Einzel- und Komplexmitteln.
Besonderheiten:
- großes Sortiment spagyrischer Essenzen
- Herstellung nach spagyrischer Tradition
- Einzelmittel und Mischungen
Pflüger GmbH & Co. KG (Deutschland)
Pflüger ist vor allem für homöopathische Arzneimittel bekannt, führt aber auch spagyrische Präparate.
Besonderheiten:
- langjährige Erfahrung im Bereich Naturheilmittel
- spagyrische Komplexmittel
Heidak AG (Schweiz)
Heidak ist ein Schweizer Hersteller mit Schwerpunkt auf spagyrischen Essenzen und pflanzlichen Arzneimitteln.
Besonderheiten:
- Herstellung nach spagyrischen Prinzipien
- breites Sortiment an Einzel- und Kompositionen
- starke Verankerung in der Schweizer Naturheilkundetradition
Unser Körper
ist unser Garten –
unser Wille ist unser Gärtner.
