Hilfe BEI BELASTUNGSINKONTINENZ
Die Kontinenz
ist laut Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert als die Fähigkeit, den Ort und die Zeit der Harnentleerung selbst zu bestimmen.
Inkontinenz
ist eine Krankheit, bei der ein unwillkürlicher Harnverlust ein soziales oder ein hygienisches Problem vorliegt und dies objektiv nachgewiesen werden kann
Belastungsinkontinenz
Bei einer Belastungsinkontinenz (urinary stress incontinence: USI) besteht ein unwillkürlicher Harnabgang ohne Detrusorkontraktion, wenn der intravesikale Druck den intraurethralen Druck überwindet.
Der Begriff Stressinkontinenz statt Belastungsinkontinenz wird nicht mehr so gerne verwendet, weil es zu Verwirrung führen kann.
Mit „Stress“ ist hier gemeint, dass Husten, Niesen oder Hüpfen eine zusätzliche Belastung auf die Organe ausübt.
Was wir landläufig als Stress bezeichnen – also das Gegenteil von einem entspannten Leben – kann natürlich ebenfalls Einfluss auf die Kontinenz haben.
Im medizinischen Sinne ist hier jedoch der Stress auf die Organe bezogen.
Belastungsinkontinenz ist daher die eindeutigere Bezeichnung für diese Inkontinenzform.
Belastungsinkontinenz
Die Harnblase ist von einem Muskel umhüllt, den man Detrusor nennt. Dieser zieht sich zusammen (kontrahiert) bei der Miktion (beim Wasserlassen), um den Urin hinauszubefördern.
Je nach Füllstand und Dehnbarkeit der Blase entsteht ein Druck im Innern der Blase (intravesikal). Durch Husten oder Niesen erhöht sich der Druck noch einmal mehr und wird auf die Harnröhre übertragen (Urethra).
Der Schließmuskel der Harnröhre braucht nun einen höheren Druck als der Druck, der von der Blase kommt, damit wir „dicht“ bleiben und keinen Urin verlieren.

Bei der Belastungsinkontinenz geht unwillkürlich Harn ab, ohne dass der Blasenmuskel kontrahiert (sich zusammenzieht).
Beim normalen (physiologischem) Wasserlassen, zieht sich der Blasenmuskel zusammen, um den Urin heraus zu befördern.
Die Harnblase ist von einem Muskel umhüllt, den man Detrusor nennt. Dieser zieht sich zusammen (kontrahiert) bei der Miktion (beim Wasserlassen), um den Urin hinauszubefördern.
Je nach Füllstand und Dehnbarkeit der Blase entsteht ein Druck im Innern der Blase (intravesikal). Durch Husten oder Niesen erhöht sich der Druck noch einmal mehr und wird auf die Harnröhre übertragen (Urethra).
Der Schließmuskel der Harnröhre braucht nun einen höheren Druck als der Druck, der von der Blase kommt, damit wir „dicht“ bleiben und keinen Urin verlieren.

Bei der Belastungsinkontinenz geht unwillkürlich Harn ab, ohne dass der Blasenmuskel kontrahiert (sich zusammenzieht).
Beim normalen (physiologischem) Wasserlassen, zieht sich der Blasenmuskel zusammen, um den Urin heraus zu befördern.
Die Belastungsinkontinenz ist die häufigste Form weiblicher Harninkontinenz und lässt sich meist erfolgreich durch ein Beckenbodentraining bessern oder sogar ganz beheben.
Das ist die gute Nachricht!
Die Ursache
ist also ein inkompetenter (nicht hinreichend funktionsfähiger) Verschlussmechanismus der Harnröhre. Oft ist der Urinabgang nur gering, tröpfchenweise und kommt nicht so häufig vor, aber vor allem in Verbindung mit einer Erhöhung des intraabdominalen Drucks durch die vorausgegangenen körperlichen Aktivitäten. Ursache ist zumeist eine schwache Beckenbodenmuskulatur oder eine Schädigung am äusseren Schliessmuskel (externer Sphinkter) der Blase.
Zusätzlich kann bei den Patientinnen häufig eine leichte Form der Stuhlinkontinenz (Grad 1) sowie dem unkontrollierten Abgang von Winden vorliegen.
Es werden 3 verschiedene Schweregrade unterschieden:
[Schweregrade der Stressinkontinenz nach Ingelmann-Sundberg (1952)]
Grad I:
Urinverlust bei schwerer körperlicher Belastung, so wie oben beschrieben, beim Husten, Niesen, Lachen, Pressen
Grad II:
Urinverlust schon bei leichter körperlicher Belastung, beim Gehen, Aufstehen, Treppensteigen,Tragen, Heben (= mittlere Belastung)
Grad III:
Urinverlust beim Lagewechsel im Liegen, (= leichte Belastung)
Es gibt verschiedene Formen von Harninkontinenz mit unterschiedlichen Ursachen und Behandlungsstrategien
Belastungsinkontinenz
Harnverlust geringer Mengen durch erhöhten Bauchinnendruck durch Niesen, Husten, Hüpfen etc.
Dranginkontinenz
starker Harndrang durch Überaktivität der Blase
Mischinkontinenz
Eine Mischinkontinenz ist das gleichzeitige Vorkommen von einer Belastungsinkontinenz und einer Dranginkontinenz.
Reflexinkontinenz
neurologische Ursachen, Verletzung des Rückenmarks oder Nervenblockade (S2-S4), das „S“ steht für „Sacrum“ und ist das Kreuzbein. In diesem Bereich treten Nerven aus, die die Becken- und Geschlechtsorgane versorgen.
Überlaufinkontinenz
Bei der Überlaufinkontinenz handelt es sich um häufiges, stoßweises Nachtröpfeln von Urin, weil die Blase voll ist und die Patientin aufgrund einer mechanischen Behinderung des Urinflusses durch Blasensteine, Harnröhrenverengung, Fisteln etc. (= Blasenauslass-Obstruktion) einen Harnverhalt hat.
Bei der Überlaufinkontinenz ist KEIN Beckenbodentraining empfohlen! Holen Sie sich unbedingt ärztlichen Rat ein.
Ursachen der Beckenboden-Schwäche
- Schwangerschaft und Geburt
- konstitutionell bedingte Gewebeschwäche oder Muskelschwäche
- Überbelastung im Alltag (z.B. falsches Bauchtraining, schlechte Haltung, schweres Heben, schwere körperliche Tätigkeit)
- Chronischer Husten – COPD, ist kurz für „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, auf deutsch „Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung“, ist eine Sammelbezeichnung für chronische Erkrankungen der Atemwege.
Auch ein länger anhaltender Grippe-bedingter Husten könnte eine Belastung für den Beckenboden darstellen.
- Übergewicht (erzeugt hohen Druck auf die Beckenorgane, mangelnde Beweglichkeit und dadurch schlechte Durchblutung der Organe)
- Iatrogen (durch ärztlichen Eingriff): Beckenbodenverletzungen nach Operationen (z.B. Gebärmutterentfernung)
- Hormonelle Veränderungen, insbesondere nach den Wechseljahren: Reduzierung (Atrophie) der inneren, schützenden Auskleidung des Urogenital-Traktes (Harnröhre) durch Östrogenmangel. Das kann zu erhöhter Anfälligkeit für Infektionen führen. Ebenso eine trockene Schleimhaut der Vagina, wobei die empfindliche Haut am Scheideneingang rissig werden kann und so Keime eintreten können.
Östrogenmangel
wirkt sich auf das Bindegewebe und die Schleimhäute der Harnröhre und des Scheidenkanals aus, welche an Elastizität (Spannkraft) verlieren und mit zunehmendem Alter erschlaffen können.
Der weibliche Beckenboden ist nicht nur ein reiner Muskel, sondern sein komplexer Aufbau beinhaltet auch einen gewissen Anteil an Bindegewebe. Das hat eine gewisse Relevanz, weil durch den Einfluss des Östrogenmangels auf das Bindegewebe weitere extrem unangenehme Symptomatiken entstehen können. Je nach Schweregrad der Inkontinenz wächst das Unwohlsein im Körper der betroffenen Frauen und zwingt diese, sich gesellschaftlich zu isolieren und sich überwiegend im eigenen Heim aufzuhalten, mit der Sicherheit der Toilette in der Nähe.
Medikamente, die die Blasenfunktion beeinflussen
- eine Erschlaffung des Blasenmuskels (Detrusor) durch Antidepressiva, Allergie- und Parkinsonmittel
- Diuretika erhöhen die Harnmenge (häufige Toilettengänge)
- Erhöhung der Blasenaktivität durch Blutdruckmittel, Cholesterinsenker, Mittel gegen Herzschwäche
- Beeinträchtigung des Blasenschließmuskels und des Beckenbodens durch Alphablocker, Beruhigungsmittel, Muskelrelaxantien
Vorerkrankungen und seine Problematiken
Beispiel Diabetes mellitus:
Das Risiko für eine schwerwiegende Inkontinenz ist bei Diabetes mellitus fast doppelt so hoch wie bei Gesunden. Fast 25 % der über 75-Jährigen sind betroffen. 60% dieser Frauen haben pathologische Befunde wie:
- Eine reduzierte Sensorik (Polyneuropathie = schlechte körperliche Wahrnehmung )
- Detrusorhypokontraktilität (die Blase kann sich nicht mehr richtig zusammenziehen). Der Muskel, der die Blase umfasst, heißt: Detrusormuskel. Dadurch Restharnbildung: die Blase wird nicht vollständig entleert, was zu Infektionen führen kann.
- Erhöhte Blasenkapazität (der Detrusormuskel wird überdehnt und „leiert aus“). Normales Fassungsvolumen liegt tagsüber bei ca. 300-500ml.
- zentrale und periphere polyneuropathische Veränderungen (die Nervenverbindung zwischen Gehirn und Blase / Beckenboden ist gestört)
- Reduktion der Mobilität durch den diabetischen Fuß (die Toilette wird nicht mehr rechtzeitig/ schnell genug erreicht)
- Einschränkung der Sehfähigkeit(diabetische Retinopathie)
- Veränderung der Flüssigkeitsaufnahmedurch Nierenerkrankung (diabetogene Nephropathie)
Hilfe! Was kann ich tun?
Es gibt eine Vielzahl von Therapiemöglichkeiten und die hier vorgestellten stellen nur einen unvollständigen Auszug dar, der verschiedenen Behandlungsstrategien. Lassen Sie sich Zeit und informieren Sie sich ausführlich, welche Möglichkeiten für Sie geeignet sind. Suchen Sie sich eine Gynäkologin ihres Vertrauens und lassen Sie sich beraten über Möglichkeiten und Konsequenzen der unterschiedlichen Therapieformen.
Die hier vorgestellten Hilfsmittel, Therapien und operativen Techniken sollen Ihnen lediglich aufzeigen, dass es eine Vielzahl an Therapiemöglichkeiten gibt, die Ihnen Erleichterung verschaffen und Ihren Gesundheitszustand verbessern könnten, so dass ein normales Leben wieder möglich sein kann.
Selbstverständlich ist dies kein Heilversprechen und alles hier dient lediglich ihrer Information und soll Ihnen Mut und Hoffnung machen, dass es Hilfe gibt.
Kontinenzförderung durch Beckenboden-Training
Beckenbodentraining gehört zu den wirksamsten Maßnahmen, um Beschwerden einer Inkontinenz deutlich zu lindern oder sogar vollständig zu beseitigen. Beginnen Sie möglichst früh damit – Ihr Beckenboden verdient jetzt Ihre besondere Aufmerksamkeit.
Gerade zu Beginn empfiehlt sich eine professionelle Anleitung. Sie unterstützt Sie dabei, Ihren Beckenboden bewusst wahrzunehmen, seine Funktion zu verstehen und die Muskulatur gezielt anzusteuern. Sollte die Muskelaktivität zunächst noch nicht ausreichend sein, können ergänzende Methoden wie Elektrostimulation oder Biofeedback den Trainingsprozess sinnvoll unterstützen.
Beckenbodentraining ist bei nahezu allen Formen der Inkontinenz unverzichtbar und ein zentraler Baustein der Behandlung.
Nehmen Sie sich die Zeit, Ihren Beckenboden kennenzulernen und sich mit seiner Funktionsweise vertraut zu machen. Viele Frauen empfinden anfangs Hemmungen, sich mit ihrem Intimbereich auseinanderzusetzen. Doch auch die Geschlechtsorgane sind ein selbstverständlicher Teil Ihres Körpers – und gerade jetzt brauchen sie Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Verständnis und Ihre Fürsorge.
Je früher Sie beginnen, desto größer sind Ihre Chancen, Ihre Kontrolle, Ihr Wohlbefinden und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Das Miktionsprotokoll
Mithilfe des Miktionstagebuchs dokumentieren Sie über 24 Stunden (auch nachts), wie häufig Sie Wasser gelassen haben und wieviel und was Sie getrunken haben.
Optimal wäre eine Dokumentation über 3 Tage, also 72 Stunden, um ein aussagekräftiges Bild davon zu bekommen, wie Ihr Toilettenverhalten am Beginn der Therapie aussieht. Es dient dann als Grundlage für das Blasentraining/ Toilettentraining. Das Miktionsprotokoll sollte bei jeder Inkontinenzform einmal angefertigt werden.
Lesen Sie dazu auch den Blogartikel
Das Toiletten-Training
kommt vor allem bei einer Dranginkontinenz infrage. Ziel ist es, den optimalen Zeitpunkt für die Blasenentleerung zu ermitteln – und zwar, bevor der Harndrang spürbar wird.
Dazu wird zunächst ein Miktionsprotokoll (Miktion = Entleerung des Harns aus der Blase) angefertigt und auf dieser Grundlage ein Behandlungsplan erstellt. Hierbei wird die Blase zu vorgegebenen Zeiten (zum Beispiel alle 2 Stunden) entleert – unabhängig vom Harndrang.
Dann werden die Zeitintervalle immer weiter gestreckt, bis ein individueller Rhythmus gefunden ist.
24 Stunden-Pad-Test
Mit „Pad“ (engl.) ist hier eine Inkontinenz-Vorlage gemeint, die den Urin aufsaugt. Um zu ermitteln, wieviel Harn Sie in 24 Stunden verlieren, muss das Gewicht der Einlage gewogen werden (1ml Harn = 1 gr).
Der Pad-Test ist auch Teil des Miktionsprotokoll.
Hilfsmittel bei Beckenboden-Schwäche
Vaginal-Tampons
Vaginaltampons haben den gleichen Namen wie die uns bekannten Menstruationstampons, was häufig zu Verwirrung führt, aber diese hier haben eine ganz andere Funktion: Sie dienen als Stütze für den Blasenhals und sorgen so für Kontinenz. Sie werden wie ein handelsüblicher Tampon in die Vagina eingeführt. Dort dienen sie als Stütze für den Blasenhals und können die natürliche Funktion des Beckenbodens fördern. Dadurch können sie dazu beitragen, ungewollten Urinverlust zu reduzieren.
Es gibt die Vaginaltampons in verschiedenen Ausführungen, daher erfordert es vielleicht etwas Geduld, die richtige Form und Größe für Sie zu finden.
Contam® Vaginaltampons
Contam hält eine Vielzahl verschieden geformter Vaginaltampons, Pessare (für Senkungsbeschwerden) sowie Analtampons (bei Stuhl-Inkontinenz) bereit, die ggf. in der Länge individuell zurechtgeschnitten werden können.
Die Tampons können auch dazu verwendet werden, Vaginalcremes gezielt an die betroffene Stelle zu bringen (z.B. bei Pilzinfektion oder Hormonbehandlung).
Der Tampon erreicht über die Positionierung im Vaginal-bereich, dass durch sanften Druck der Blasenhals in seine Ursprungsposition zurückgeführt wird. Der Schließmuskel (der Harnröhre) kann so seine ursprüngliche Funktion wieder wahrnehmen. Der Vaginaltampon unterstützt die Aktivierung der Beckenbodenmuskulatur.
Contam® normal

Vaginaltampons müssen beim Toilettengang nicht entfernt werden. Durch den erhöhten Druck beim bewussten Wasserlassen kann die Blase entleert werden. Der Tampon kann bis zu 12 Stunden getragen werden. Nach dem Baden oder Schwimmen sollte der Tampon jedoch sofort gewechselt werden.
ProDry® von INNOCEPT bei Belastungsinkontinenz (nicht geeignet bei Dranginkontinenz). Seine elastischen Eigenschaften unterstützen die Beckenbodenmuskulatur und können den Verschluss der Harnröhre fördern. ProDry ist kein aufsaugendes Produkt und darf nur bei drohendem Urinverlust eingesetzt werden.
Vaginaltampons sind zertifizierte Medizinprodukte
sowie zugelassene medizinische Hilfsmittel.
Für Hilfsmittel ist immer ein separates Rezept auszustellen.
Dieses ist durch das Feld 7 und „gebührenpflichtig“ zu kennzeichnen.
Hilfsmittel belasten NICHT das ärztliche Arznei- oder Heilmittelbudget.
Pessartherapie
Im Allgemeinen verbinden wir den Begriff Pessar mit einem Diaphragma zur Verhütung. Ein Diaphragma-Pessar ist eine Kappe aus dünnem Latex oder Silikon. Es wird vor dem Geschlechtsverkehr in die Vagina eingeführt. Dort liegt es im oberen Scheidengewölbe und bedeckt den Muttermund.
Wenn hier von Pessaren geredet wird, dann ist damit ein medizinisches Hilfsmittel gemeint, das in die Scheide eingeführt wird und die Harnröhre stabilisiert.
Vaginal-Pessare
sind elastisch und können von der Patientin selbst leicht gewechselt werden. Sie sind angezeigt bei Patientinnen mit leichten Formen von Genitalprolaps und Inkontinenz. Heute wird gewebeverträgliches, hypoallergenes Silikon verwendet. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Größen und werden von Ihrer Ärztin eingepasst.
Nicht alle Frauen kommen für ein Pessar in Frage oder kommen damit zurecht. Probieren Sie es aus, falls Sie unter einer Senkung leiden, denn es kann die Organe im Becken stützen und somit Blasen- oder Darmbeschwerden verringern. Ein Pessar kann über mehrere Jahre getragen werden und wirkt unterstützend beim Beckenbodentraining.
Es gibt Berichte von Frauen, die die Größe des Pessars immer weiter nach unten korrigieren konnten, weil die umgebende Muskulatur durch das Tragen angeregt wurde zu arbeiten und sich die Organe somit zusammengezogen haben und wieder zurück an ihren Platz gewandert sind. Allerdings ist unklar, inwiefern das bei älteren Frauen möglich ist. Aber ein Versuch ist es sicher wert.
Falls Ihre Beschwerden nur beim Sport auftauchen, dann tragen Sie das Pessar nur bei Ihren sportlichen Aktivitäten und finden Sie heraus, ob sich Ihre Beschwerden verbessern. Auch eine Operation könnte damit um einige Jahre nach hinten verschoben werden.
Pessare sind Hilfsmittel und verordnungsfähig, d.h. sie werden von den Krankenkassen erstattet.
(Nicht jedoch anzuwenden bei Dranginkontinenz).
sind elastisch und können von der Patientin selbst leicht gewechselt werden. Sie sind angezeigt bei Patientinnen mit leichten Formen von Genitalprolaps und Inkontinenz. Heute wird gewebeverträgliches, hypoallergenes Silikon verwendet. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Größen und werden von Ihrer Ärztin eingepasst.

Nicht alle Frauen kommen für ein Pessar in Frage oder kommen damit zurecht. Probieren Sie es aus, falls Sie unter einer Senkung leiden, denn es kann die Organe im Becken stützen und somit Blasen- oder Darmbeschwerden verringern. Ein Pessar kann über mehrere Jahre getragen werden und wirkt unterstützend beim Beckenbodentraining.

Es gibt Berichte von Frauen, die die Größe des Pessars immer weiter nach unten korrigieren konnten, weil die umgebende Muskulatur durch das Tragen angeregt wurde zu arbeiten und sich die Organe somit zusammengezogen haben und wieder zurück an ihren Platz gewandert sind. Allerdings ist unklar, inwiefern das bei älteren Frauen möglich ist. Aber ein Versuch ist es sicher wert.

Falls Ihre Beschwerden nur beim Sport auftauchen, dann tragen Sie das Pessar nur bei Ihren sportlichen Aktivitäten und finden Sie heraus, ob sich Ihre Beschwerden verbessern. Auch eine Operation könnte damit um einige Jahre nach hinten verschoben werden.
Pessare sind Hilfsmittel und verordnungsfähig, d.h. sie werden von den Krankenkassen erstattet.
(Nicht jedoch anzuwenden bei Dranginkontinenz).
Moderne Pessare sind aus hautfreundlichen Materialien und können zum Teil von der Patientin selbst eingesetzt und gereinigt werden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Größen und wird von Ihrer Ärztin eingepasst.
Der Erfolg der Pessar-Therapie hängt zunächst von der Auswahl des richtigen Pessartyps und der richtigen Pessargröße ab.
Vor der Verwendung eines Pessars sollten die Gründe für die Beschwerden fachärztlich abgeklärt und mögliche Kontraindikationen ausgeschlossen werden. Der Verordnung sollte die Anpassung durch eine geschulte Person vorausgehen.
Bei gleichzeitig vorliegendem Deszensus (Organ-senkung) oder ausgeprägter Narbenbildung nach vorausgegangener Operation/ Strahlentherapie können durch eine geeignete Pessaranwendung die Symptome gebessert werden. Dies geschieht durch eine Aktivierung der Dehnungsrezeptoren im Blasenhals – verursacht durch den vermehrten Zug auf den Blasenhals.
Das Hilfsmittel kann immer dann, wenn es benötigt wird, eingesetzt und spätestens nach 24 h entfernt und gesäubert werden. Dadurch werden die früher häufigen Komplikationen wie ständiger Fluor und Druckstellen sicher vermieden.
Bei Frauen, die diese Art der Behandlung nicht wollen, ist weiterhin das kontinuierliche Tragen für 6–8 Wochen machbar. Dies gilt nicht für das Würfelpessar aufgrund der größeren Auflagefläche. Allerdings kann das Würfelpessar abends entfernt und gereinigt werden und am nächsten Morgen wieder selbständig eingesetzt werden.
Moderne Pessare sind aus hautfreundlichen Materialien und können zum Teil von der Patientin selbst eingesetzt und gereinigt werden. Es gibt sie in vielen verschiedenen Formen und Größen und wird von Ihrer Ärztin eingepasst.
Der Erfolg der Pessar-Therapie hängt zunächst von der Auswahl des richtigen Pessartyps und der richtigen Pessargröße ab.
Vor der Verwendung eines Pessars sollten die Gründe für die Beschwerden fachärztlich abgeklärt und mögliche Kontraindikationen ausgeschlossen werden. Der Verordnung sollte die Anpassung durch eine geschulte Person vorausgehen.

Bei gleichzeitig vorliegendem Deszensus (Organ-senkung) oder ausgeprägter Narbenbildung nach vorausgegangener Operation/ Strahlentherapie können durch eine geeignete Pessaranwendung die Symptome gebessert werden. Dies geschieht durch eine Aktivierung der Dehnungsrezeptoren im Blasenhals – verursacht durch den vermehrten Zug auf den Blasenhals.
Das Hilfsmittel kann immer dann, wenn es benötigt wird, eingesetzt und spätestens nach 24 h entfernt und gesäubert werden. Dadurch werden die früher häufigen Komplikationen wie ständiger Fluor und Druckstellen sicher vermieden.
Bei Frauen, die diese Art der Behandlung nicht wollen, ist weiterhin das kontinuierliche Tragen für 6–8 Wochen machbar. Dies gilt nicht für das Würfelpessar aufgrund der größeren Auflagefläche. Allerdings kann das Würfelpessar abends entfernt und gereinigt werden und am nächsten Morgen wieder selbständig eingesetzt werden.
Östrogenzäpfchen/ -cremes
Östrogencremes zur Unterstützung der Schleimhautgesundheit
Estriolhaltige Vaginalcremes gehören zur Gruppe der Arzneimittel, die im Rahmen einer Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt werden. Sie enthalten das weibliche Geschlechtshormon Estriol, eine Form des Östrogens. Die Anwendung erfolgt bei Frauen nach den Wechseljahren, die seit mindestens zwölf Monaten keine Monatsblutung mehr hatten (Postmenopause).
Diese Cremes werden zur Linderung von Beschwerden im Vaginalbereich eingesetzt, die infolge der Wechseljahre auftreten können, beispielsweise Trockenheit, Reizungen oder Brennen. Der medizinische Fachbegriff hierfür lautet „vaginale Atrophie“. Ursache ist der natürliche Rückgang der Östrogenproduktion nach den Wechseljahren.
Durch den Östrogenmangel kann die Scheidenschleimhaut dünner, empfindlicher und trockener werden. Dies kann zu Beschwerden wie Juckreiz, Trockenheitsgefühl, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr sowie einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen.
Hormonhaltige Vaginalcremes gleichen den lokalen Östrogenmangel aus, indem sie das Hormon direkt dort bereitstellen, wo es benötigt wird. Die Creme wird in die Scheide eingebracht und entfaltet ihre Wirkung unmittelbar an der Schleimhaut. Dadurch können die beschriebenen Beschwerden wirksam gelindert werden.
Eine spürbare Verbesserung muss nicht sofort eintreten. Es kann einige Tage bis mehrere Wochen dauern, bis sich die Schleimhaut regeneriert und die Beschwerden nachlassen.
Apparative Therapie
Zur Unterstützung des Beckenbodentrainings können apparative Verfahren eingesetzt werden, die entweder die Muskelaktivität messen und rückmelden (Biofeedback) oder durch elektrische Impulse eine Muskelkontraktion auslösen (Elektrostimulation). Daneben gibt es auch Kombi-Geräte, die beide Verfahren miteinander verbinden.
Die Therapieziele
- Wahrnehmungs-Steigerung der Beckenboden-Muskulatur (wo ist mein Beckenboden?)
- Verbesserung der willkürlichen und selektiven Beckenboden-Kontrolle (das bewusste Anspannen und Loslassen der Muskulatur)
- Steigerung der Entspannungs-Fähigkeit der Muskulatur (weil ein Beckenboden, der nicht auch entspannen kann, nicht seine volle Kraft entfalten kann)
- Förderung der muskulären Ausdauerleistung des Beckenbodens (also seine Haltefunktion)
- Unterstützung zur Verbesserung der Blasen- und Mastdarmkontrolle (Stuhlinkontinenz)
- Reduktion (Verringerung) der Miktionsfrequenz bei Dranginkontinenz bzw. neurogener Blasenüberaktivität (wie häufig man zur Toilette muss)
- Reduzierung lumbaler Rückenbeschwerden (also im unteren Rücken) als Folge muskulärer und struktureller Dysbalancen (Ungleichgewicht) im Urogenitaltrakt (Organe des Harn- und Fortpflanzungssystems. Dieses besteht aus den Nieren, der Blase, der Harnröhre sowie den Fortpflanzungsorganen)
- Senkungsproblematik
- (neurogenen) Störungen wie Multipler Sklerose, Post Polio Syndrom, Rückenmarkserkrankungen, Sexualfunktionsstörungen
Elektro-Stimulation
Elektrostimulation ist eine bewährte Methode zur Stärkung des Beckenbodens bei Beckenbodenschwäche. Sie nutzt elektrische Impulse, um die Muskulatur passiv zu aktivieren und zu trainieren, was besonders hilfreich ist, wenn die bewusste Anspannung der Beckenbodenmuskeln schwerfällt.

Die Methode wird sowohl bei Belastungs-, Drang- und Mischinkontinenz eingesetzt und kann auch nach Schwanger-schaft, Geburt oder Operationen im Beckenbereich zur Wieder-herstellung der Muskelfunktion beitragen. Sie wird oft als „Starthilfe“ für aktives Becken-bodentraining genutzt, da sie die Wahrnehmung des Beckenbodens verbessert – eine entscheidende Voraussetzung für nachhaltige Ergebnisse.
[Bild – Sensoren – mit freundlicher Genehmigung von Copyright © MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH]
Die Elektrostimulation kann auf drei Wegen erfolgen:
- transvaginal (über die Scheide)
- transanal (über den After)
- über Oberflächenelektroden (auf die Haut geklebt)
[Bilder mit freundlicher Genehmigung von Copyright © MED-EL Elektromedizinische Geräte GmbH]
Biofeedback
Beim Biofeedback spannt die Nutzerin die Muskeln bewusst an und erhält visuelles oder akustisches Feedback zur Stärke der Kontraktion, was das Erlernen der willentlichen Muskelkontrolle fördert. Die Kontraktion des Muskels wird dann bildlich auf dem Gerät dargestellt, wodurch die Wahrnehmung des Beckenbodens erleichtert wird. Diese Kontraktionen stärken die Muskeln bei regelmäßigem Training und sie werden besser von den Nerven versorgt.
Die Technik sorgt dafür, dass die richtige Muskelgruppe trainiert wird, indem sie aufzeigt, ob die Anspannung tatsächlich im Beckenboden stattfindet und nicht in benachbarten Muskeln. Sie lernt so, die Muskelaktivität mental zu beeinflussen und trainiert gleichzeitig die Beckenbodenmuskulatur.
Biofeedback-Geräte sind oft kabellos, mit Smartphones verbunden und nutzen spielerische Elemente zur Motivation. Die Krankenkassen erstatten in der Regel die Mietkosten für ein Leihgerät für einen Zeitraum von drei Monaten.
Biofeedback-Geräte für die Anwendung zu Hause
Während stationäre Geräte vor allem für den Einsatz in Praxen und Kliniken konzipiert sind, gibt es auch kompakte, handliche Biofeedback-Geräte, die sich bequem zu Hause in der eigenen Umgebung nutzen lassen.
Zudem sind viele dieser Geräte auch ohne ärztliches Rezept erhältlich.
Der wohl größte Vorteil dieses Geräts ist, dass Sie vollständig bekleidet bleiben können und der Sensor nicht vaginal eingeführt werden muss.
Stattdessen sitzen Sie auf einem Drucksensor, der die Muskelkontraktionen erfasst und diese mithilfe einer spielerischen App zurückmeldet.
Der Sensor Seat überträgt die Beckenboden-Kontraktionen via Bluetooth an Ihr Smartphone, während Sie mit verschiedenen Spielen trainieren. Dabei können sowohl Schnellkraft (z. B. beim Niesen erforderlich) als auch längere Kontraktionen zur Ausdauer sowie die Koordination der Beckenboden-Muskulatur gezielt trainiert werden.
In der Schweiz übernehmen einige Krankenkassen die Kosten. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse und besprechen Sie die Möglichkeit auch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt.
[Bilder mit freundlicher Genehmigung von Acticore®]
Elektrostimulation oder Biofeedback?
Eine Studie [Demirtürk et al. (2008)] untersuchte, ob Elektrostimulation (Interferential Current) und apparatives Biofeedback ähnliche Effekte bei der Behandlung von Belastungsinkontinenz aufweisen.
Im Ergebnis zeigten beide Gruppen signifikante Verbesserungen in Bezug auf Urinverlust, Stärkung der Beckenbodenmuskulatur und Lebensqualität.
Im Gruppenvergleich konnten keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden, sodass die Forschungsgruppe zu dem Schluss kam, dass sich beide Therapien zur Behandlung von Belastungsinkontinenz eignen. Besprechen Sie mit Ihrer Ärztin, was am besten für Sie geeignet ist.
Kombi-Geräte
Es gibt auch kombinierte Geräte, die sowohl ein elektrisches Signal an die Muskulatur des Beckenbodens schicken als auch durch Biofeedback die bewusste Wahrnehmung fördern und zur Behandlung von Inkontinenz und Blasenschwäche eingesetzt werden.
Die Elektrostimulation (EMS) und das EMG Biofeedback vereinen passives und aktives Training der Beckenbodenmuskulatur in einem Gerät und können entweder einzeln oder auch kombiniert angewendet werden.
Die Inkontinenz-Therapie mit solchen Geräten fördert die Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur und des Harnröhren-Verschlussmechanismus, sowie die funktionelle Koordination von Blase, Harnröhre und Beckenboden.
Alternative zum Kauf:
Die Kosten für die Therapie mit einem Biofeedback-Gerät werden bei entsprechender ärztlicher Indikationsstellung (Arztverordnung) i.d.R. von den Krankenkassen übernommen. In diesem Fall wird Ihnen das Gerät für einen festgelegten Zeitraum mietweise zur Verfügung gestellt.
Sprechen Sie am besten mit Ihrem behandelnden Arzt.
Inkontinenz-Therapiegeräte
werden immer begleitend eingesetzt,
z.B. zum Beckenbodentraining, zur Verhaltenstherapie
oder in Kombination mit medikamentösen Therapie.
Magnetstimulation/ Magnetstuhl-Therapie
Magnetstuhltherapie ist eine apparative Becken-bodentherapie bei der die Beckenbodenmuskulatur mittels einem pulsierenden Magnetfeld gekräftigt wird.
Das passive Muskeltraining erfordert kein aktives Zutun des Patienten, wodurch auch bewegungseingeschränkte Menschen effektiv behandelt werden können.
Die Magnetstuhl-Therapie wird eingesetzt zur Behandlung bei:
- Funktionsstörungen des unteren Harntraktes
- Symptomen der hyperaktiven Blase mit Dranginkontinenz
- Stressinkontinenz
- gemischter Inkontinenz, wenn die Ursache eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur ist

Während die Patientin vollständig bekleidet auf dem Therapiestuhl Platz nimmt, dringen die Magnetwellen tief in den Beckenboden ein und regen dort die Beckenbodenmuskeln an, indem sie alle Zweige der Nerven aktivieren, die den Beckenboden und der unteren Beckenorgane versorgen.
Die Muskeln kontrahieren (ziehen sich zusammen) und entspannen bei jedem Impuls – deutlich fühlbar für die Patienten.
Die Patientin bleibt während der gesamten Therapiesitzung passiv – ohne ihr willentliches Zutun.
Diese Therapieform wird als sehr angenehm empfunden im Vergleich zu den bisherigen Methoden. Das erworbene Gespür für die Lage und die Beweglichkeit des Beckenbodens macht ein aktives Beckenboden-training oft erst möglich und kann dessen Therapieerfolg verstärken.
Praxiserfahrungen bestätigen, dass die Miktionsfrequenz (die Häufigkeit des Wasserlassens) bei Drang- und Stressinkontinenz durch Magnetstuhl-Therapie deutlich gesenkt werden kann.
[Deutsches Ärzteblatt 19/2003]
Nach heutigem Kenntnisstand wird diese Therapie nicht von den Krankenkassen übernommen, obwohl der Therapieerfolg (bei Belastungsinkontinenz) bei 70-90% liegt und in einer Vielzahl von Studien aufgezeigt wurden.
Es kann, außer es wurden durch vorangegangene OP-Eingriffe Nervenfasern der Beckenboden-Muskulatur beschädigt, prinzipiell immer von einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik einer Belastungs- aber auch einer Mischinkontinenz ausgegangen werden.
Fragen Sie am besten bei Ihrer Krankenkasse nach und sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Ärztin.
[Quelle & Bilder mit freundlicher Genehmigung v. QRS MAGNOVIT AG]
Wann darf die Magnetstimulation nicht angewendet werden?
Die Magnetstimulation darf nicht angewendet werden bei Schwangerschaft, bei eingesetzten elektronischen Implantaten oder bei metallischen Implantaten im Bereich zwischen dem Knie- und Rumpfbereich. Wobei alle MRT-tauglichen Implantate keine Kontraindikation darstellen.
Sakrale Neuro-Stimulation
Es sind die Nervenstränge unseres vegetativen Nervensystems, die für die Steuerung der Blase und des inneren Harnröhren-Schließmuskels verantwortlich sind und das Signal ans Gehirn senden: „Blase voll, bitte entleeren“ .
Kommt es hier zu einer Störung dieser feinen Steuerung, lässt sich der Harntrakt nicht mehr wie gewünscht willentlich steuern. Die Folge kann dann entweder eine Harninkontinenz sein, oder das Gegenteil, eine nicht funktionierende Entleerung der Blase.

Mittels dieser Neuromodulation lassen sich über feine Elektroden feine Nervenbahnen am Kreuzbein (Sakrum) elektrisch stimulieren (daher der Name der Behandlung „sakral“).
Sie basiert auf sehr schwachen und ungefährlichen elektrischen Impulsen zur Stimulation, die Sie nicht oder nur minimal als angenehmes, leichtes Kribbeln wahrnehmen.
So können die Reflexe wiederhergestellt werden, die für eine korrekte Harnblasen- und Schließmuskel-Funktion erforderlich sind. Die Technologie greift regulierend in die Harnblasen-Steuerung ein und korrigiert fehlerhafte Signale.
Das Verfahren kann sowohl für Patientinnen mit überaktiver (hypertoner) wie auch mit schlaffer (hypotoner) Blase hilfreich sein.
Die Elektroden werden dabei durch die Haut an den Kreuzbein-Nervenwurzeln im kleinen Becken platziert und mit dem batteriebetriebenen Stimulator verbunden. Dieser kann dann mit einem Steuergerät kontaktlos von den Patienten selbst ein- und ausgeschaltet werden.
Meist wird das Verfahren erst einige Tage lang getestet. Zeigt die Behandlung erste Erfolge, kann das Stimulationssystem dauerhaft implantiert werden.
Der Schrittmacher hat etwa das Format einer Streichholzschachtel. Er wird in einem kleinen operativen Eingriff an Ihrem Gesäß unter der Haut implantiert. Dieser Eingriff ist kurz und unkompliziert.
Medikamentöse Therapie
Es gibt Medikamente wie bspw. Duloxetin, die den Schließmuskel der Harnröhre stärken. Seit August 2004 wird der Serotonin-/Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer Duloxetin (Yentreve®, Cymbalta) zur Behandlung mittelschwerer bis schwerer Belastungsinkontinenz den Frauen in Deutschland angeboten.
Duloxetin war das erste spezifisch gegen Belastungsinkontinenz wirkende Medikament. Es verbessert die Kontraktilität (das Zusammenziehen) des quergestreiften Harnröhren-Schließmuskels. Unter Duloextin-Therapie berichten die Betroffenen seltener von wöchentlichen Inkontinenz-Episoden.
Andererseits traten unter Duloxetin Angst, Panikattacken, Stress oder auch Euphorie und Manie häufiger auf als in der Placebogruppe. (Deutsches Ärzteblatt)
Ghoniem et al. (2005) untersuchten in einer randomisierten Vierarmstudie mit 201 Frauen mit Belastungsharninkontinenz die Effekte von Duloxetin, Beckenbodentraining und deren Kombination. Die Ergebnisse zeigten eine stärkere Reduktion der Inkontinenzepisoden unter Duloxetin, während die Kombination beider Therapieansätze insbesondere hinsichtlich Lebensqualität und Vorlagenverbrauch die größten Verbesserungen erzielte. Die Autoren vermuteten daher einen additiven Effekt von Duloxetin und Beckenbodentraining.
Hinweise:
- Nicht mit MAO-Hemmern (Antidepressiva) kombinieren
- Häufige Nebenwirkung: Übelkeit (tritt bei bis zu 20 % der Patientinnen auf)
- Einschleichende Dosierung empfohlen
Anticholinergika
Gemeint sind damit Medikamente, die sich gegen die Wirkung eines Stoffes namens Acetylcholin richten. Das ist ein Nervenbotenstoff. Er ist wichtig für die Übertragung der Erregung zwischen Nerv und Muskel.
Anticholinergika – wie das Anti schon sagt – hemmen die Wirkung dieses Botenstoffes, wodurch eine Überaktivität der Blase und damit der Harndrang gedämpft wird.
Cholinergika
Genauso, wie Anti-Cholinergika die Blase dämpfen, können Cholinergika die Konzentration des Acetylcholin erhöhen und somit die Blase stimulieren. Eingesetzt wird es bei „Schlaffer Blase“ und Blasenentleerungsstörungen.
Operative Therapien
Manchmal ist ein chirurgischer Eingriff unumgänglich. Entweder, weil sämtliche konservativen Heilmethoden nicht ausreichend gegriffen haben oder weil es die individuelle Diagnose so ergibt.
Über die Möglichkeiten Operativer Therapien, aber auch noch weiterer Methoden, können Sie sich im Blogartikel GEZIELTE THERAPIEN informieren.
Alternativen bei Beckenboden-Schwäche
Ergänzend zu einer ärztlichen Behandlung und einem gezielten Beckenbodentraining nutzen manche Betroffene auch Methoden wie Akupunktur oder Fußreflexzonenmassage.
Einige Menschen berichten dabei von positiven Erfahrungen. Diese Verfahren können eine medizinische Behandlung jedoch nicht ersetzen.
Auch Yoga kann das allgemeine Wohlbefinden fördern. Bestimmte Übungen können dazu beitragen, die Körperhaltung zu verbessern, die Beweglichkeit zu erhalten und die Beckenbodenmuskulatur bewusst wahrzunehmen und zu trainieren.
Meditation kann helfen, Stress abzubauen und mehr innere Ruhe zu finden. Viele Menschen empfinden sie als unterstützend für Entspannung und Ausgeglichenheit.
Weitere Informationen finden Sie im Blogartikel:
Hinweis zu den in der Seitenleiste verlinkten Produkten:
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Die Verlinkungen dienen der Orientierung und ermöglichen es, die im Artikel genannten Naturheilmittel und Produkte schneller zu finden.
Es besteht keine Garantie für Vollständigkeit, da es eine Vielzahl vergleichbarer Produkte am Markt gibt. Die Verlinkungen führen zu externen Webseiten, auf deren Inhalte und Verfügbarkeit Beckenbodenvital keinen Einfluss hat.
Oftmals sind die verschiedenen Kontinenz-Formen nicht so eindeutig voneinander zu trennen und kommen in unterschiedlich großen Anteilen vor, also bspw. könnte eine Patientin überwiegend an einer Belastungs-Inkontinenz leiden aber auch mit gleichzeitigen Symptomen einer Drang-Inkontinenz, die aber entweder nur phasenweise auftreten oder weniger intensiv sind.
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Inkontinenz – Vorlagen
auch bei schwerer Inkontinenz.
Die Inkontinenz-Produkte sind hypoallergen und verringern das Risiko von Hautirritationen.
Hilfsmittel ergänzend zur Therapie
Therapeutische Maßnahmen können einen wichtigen Beitrag im Umgang mit Inkontinenz leisten. Im Alltag spielen jedoch auch praktische Hilfsmittel eine Rolle.
Dazu zählen unter anderem spezielle Wäsche-Lösungen, die je nach individuellem Bedarf mehr Sicherheit und Komfort bieten können, aber auch saugfähige Inkontinenz-Einlagen.
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Hochwertige und auslaufsichere Slips, die absorbieren und schützen. Sie eignen sich je nach Modell bei einer leichten bis mittleren Inkontinenz oder während der Menstruation.
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Ist spezialisiert auf hochwertige Inkontinenz-Produkte von leichter Blasenschwäche über mittlere bis hin zu schwerer Inkontinenz.
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Intensive vaginale Befeuchtung
Ideal bei ausgeprägter vaginaler Trockenheit.
Für sensible, trockene Vaginalhaut (z.B. nach den Wechseljahren, Chemo-Strahlen- oder anti-hormoneller Therapie)
Zur abendlichen Anwendung – pflegt gereizte Vaginalhaut über Nacht
Unser Ziel ist es, Betroffenen und ihren Angehörigen verständliche Informationen, emotionalen Rückhalt und praktische Hilfe zu bieten.
Als Gemeinschaft von Betroffenen möchten wir Ihnen zeigen, wie wichtig unsere Selbsthilfeorganisation ist und wie gezielt wir die Lebensumstände von Menschen mit Inkontinenz verbessern.
Wir sind motiviert, gut informiert und engagiert und stehen Ihnen als zentrale Anlaufstelle zur Verfügung.
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Das syntic Inkontinenz Therapie Gerät
Kleine Übung für den Beckenboden
Rollen Sie ein kleines Handtuch fest zusammen und setzen Sie sich auf diese Rolle. Nehmen Sie Ihren Beckenboden (BB) wahr.
Atmen Sie mehrmals tief ein und aus. Bei jeder Ausatmung spannen Sie den BB an und ziehen Sie ihn nach innen oben. Mit jeder Einatmung den BB wieder entspannen. 10x wiederholen.
Dann die Rolle entfernen und den BB bewusst wahrnehmen. Atmen Sie langsam und bewusst. Anschließend die Übung ohne Rolle wiederholen. Mit der Aufmerksamkeit die ganze Zeit beim BB bleiben.
Alle Informationen
zum Beckenbodenkurs
WAHRNEHMUNG
– Der Schatz im Becken –
finden Sie im Menü
oben unter
Durch das Verwenden von Vaginal-Tampons können
Operationen evtl. verschoben
oder sogar
verhindert
werden.
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Ein Testset verschieden großer Vaginal-Tampons von Contam® kann ärztlich verschrieben werden. Vaginal-Tampons sind als Hilfsmittel anerkannt und zugelassen (Hilfsmittel-Nr. 15.25.21.2004).
Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
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Zum Kennenlernen
kann ein kostenloses Testset von INNOCEPT ProDry® Vaginal-Tampons bestellt werden
Folgende Angaben müssen auf dem Rezept vermerkt sein um die Kostenerstattung zu sichern:
Indikation:
Krankheitsbild/
Diagnose
Wegen Inkontinenz:
Zur Ermöglichung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
Produkt-Bezeichnung
Größe
Form
Menge
Hilfsmittel-Nummer
PZN Nummer

Vaginal-und Anal-Tampons werden stets in neutraler Verpackung zu Ihnen nach Hause geschickt.
Studien zur Anwendung von Pessaren
Nur zwei Studien beschäftigten sich mit Hilfsmitteln wie dem Colpexin Sphere (eine Art Vaginalkugel) oder in Form von Pessaren.
Eine Studie [Harnsomboon et al. (2011)] verglich die Kombination aus Beckenboden-Training und einem Hilfsmittel das vaginal eingeführt wird, und Beckenboden-Training allein. Das Colpexin Sphere dient einerseits dazu, den Beckenboden zu unterstützen und andererseits das Beckenboden-Training zu verstärken. Gemessen wurde hier die Kraft des Beckenbodens.
Im Ergebnis zeigten beide Gruppen signifikante Verbesserungen der Beckenboden-Muskulatur, allerdings gab es keine Unterschiede zwischen den Gruppen.
Das unterstützt wiederum die Ergebnisse zum Beckenboden-Training, das bei keiner Therapieform fehlen darf (ausser Überlauf-Inkontinenz).
Cundiff et al. (2007) verglichen in einer cross-over-Studie zwei unterschiedliche Pessare – das Ringpessar versus Gellhorn-Pessar. Erhoben wurden hier die Zufriedenheit und die Lebensqualität.
Am Ende erzielten beide Pessare signifikante Verbesserungen ohne dass das eine oder andere besonders hervorstach.
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Die Anpassung an die Patientin muss nach einem Rezept einer qualifizierten Person erfolgen.
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Contam® Vaginaltampon
Ein Testset verschieden großer Vaginaltampons von Contam® kann ärztlich verschrieben werden.
Startset Würfelform
PZN 10992669
Hormonhaltige Cremes
sind verschreibungspflichtig.
Hormonfreie Pflegecremes
für den Intimbereich sind ohne Rezept in jeder Apotheke erhältlich.
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menoelle® Gel ermöglicht langanhaltende natürliche Feuchtigkeit auf Basis pflanzlicher Rohstoffe bei vaginaler Trockenheit.
Eine Studie untersuchte,
ob eine hormonfreie Feuchtigkeitscreme für die Scheide genauso gut wirkt wie eine Creme mit dem Hormon Estriol (0,1 %) bei Frauen nach den Wechseljahren, die unter Scheidentrockenheit leiden.
172 Frauen wurden zufällig einer der beiden Behandlungen zugeteilt und nutzten die jeweilige Creme 43 Tage lang. Die Forscher bewerteten, wie stark Symptome wie Trockenheit, Juckreiz, Brennen und Schmerzen ohne Bezug zu Sex abnahmen. Außerdem untersuchten sie, wie sich die Behandlungen auf das tägliche Leben und die Scheidengesundheit auswirkten.
Ergebnis: Beide Cremes verbesserten die Symptome deutlich.
Die hormonfreie Creme
(Dr. August Wolff GmbH )
verringerte den Gesamt-Symptompunktewert
um 5,0 (von 6,1 auf 1,1),
die Estriol-Creme
um 5,4 (von 6,0 auf 0,6).
Beide Behandlungen waren gut verträglich, und es traten keine schweren Nebenwirkungen auf.
[Foto: Stand 06/2026]
Die Studie zeigte, dass die hormonfreie Creme genauso wirksam ist wie die Estriol-Creme und daher eine gute erste Wahl für Frauen mit leichter bis mittelschwerer Scheiden-trockenheit sein kann.
Frauen mit starken Beschwerden profitierten jedoch mehr von der Estriol-Creme.
(https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/35551533/)
Auf der Webseite der DAK werden folgende Heilmittel-Lieferanten aufgelistet, mit denen eine Zusammenarbeit stattfindet.
Hier können Sie sich über weitere Medizinprodukte informieren:
www.schwa-medico.de
www.bosana.de
www.ticmed.de
www.innocept.de
www.inkontinenz-behandeln.net
www.femcare.de
www.procon-hh.de

In Studien hat man festgestellt, dass durch eine
kombinierte Therapie von Elektrotherapie und Beckenbodentraining
signifikante Verbesserungen erzielt wurden im Vergleich zu nur Beckenbodentraining.
und Lo et al. (2003)
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ACTICORE® Sensor-Seat
Es gibt drei verschiedene Arten zu spielen und 11 Leistungslevel.
Trainiert werden Ausdauer, Schnellkraft und Koordination.
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Das Biofeedbackgerät von
INNOCEPT DuoBravo U
ist ebenfalls ein
Kombi-Gerät
Das DuoBravo ist ein vielseitiges Gerät, das EMG-Biofeedback und neuromuskuläre Stimulation in einem Gerät kombiniert. Erst das am Körper gemessene elektrische Muskelpotential löst die Stimulation aus. Auf diese Weise ergänzt die passive Stimulation das aktive Üben.
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Das STIWELL® mit (EMG-)getriggerter (Mehrkanal)-Elektrostimulation und Biofeedback-Funktionen bietet individuelle Therapieansätze, die für die Inkontinenztherapie geeignet sind.
MED-EL ist weltweit für seine innovativen medizintechnischen Produkte bekannt, insbesondere für Cochlea-Implantate. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Forschung und Entwicklung von Neurostimulationslösungen zählt das Unternehmen zu den Vorreitern der Branche. Die Business Unit Neurorehabilitation STIWELL® entwickelt und vertreibt zukunftsweisende Produkte für die Neurorehabilitation.
Anmerkung
Es gibt eine Vielzahl von Inkontinenz-Therapiegeräten und die hier vorgestellten stellen nur einen kleinen Auszug dar, um die Unterschiede in der Art und Anwendung aufzuzeigen.
Informieren Sie sich und sprechen Sie mit Ihrem behandelndem Arzt, was am besten für Ihre Situation geeignet ist.
Die Vorstellung der Geräte hier, hat lediglich informativen Charakter und stellt keine Empfehlung dar. Sie stehen nur beispielhaft für die verschiedenen Therapiemöglichkeiten.
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Wo kann die Therapie mit einem Magnetstuhl durchgeführt werden?
Setzen Sie sich mit
QRS Pelvicenter
in Verbindung. Dort wird für Sie ein Therapieanbieter in Ihrer Nähe gefunden.
Die Kontaktdaten finden Sie hier:
www.belastungsinkontinenz.li/kontakt
QRS MAGNOVIT AG
Die AG GGUP besteht aus Physiotherapeut*innen die sich schwerpunktmäßig den Fachgebieten Gynäkologie, Geburtshilfe, Urologie und Proktologie widmen. Hier finden Sie auch eine Therapeutenliste mit Schwerpunkt Beckenboden-Therapie.
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Es gibt stationäre und portable Geräte. Hier beispielhaft ein kleiner und handlicher Biofeedback-Trainer, der überall mitgenommen werden kann.
Biofeedback-Technologie überträgt die Muskelaktivität an eine App auf Ihrem Smart-phone.
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Mediset Unisex Hygiene-Slip.
Ideal bei schwerer Inkontinenz.
Dieser Slip ist besonders auslaufsicher, da er nach außen hin über eine geräuscharme, bi-elastische PU-Membrane verfügt.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube
an die eigene Kraft.
Marie von Ebner-Eschenbach
